Normalerweise zeichnen Künstler ihre Landschaftsbilder im Freien. Nicht so der Maler Helmut Nennmann. Er sammelt auf seinen zahlreichen Reisen Eindrücke, die er zu Hause in seinem Atelier zu Bildern verarbeitet.
Im Finanzamt werden nun die Ergebnisse gezeigt. Die Bilder zeigen Emotionen mit expressiver Verwendung von Farbe und Licht. Sie haben etwas Flüchtiges an sich. Dargestellt werden Fragmente von Landschaften, Assoziationen von Menschen. Seine Malereien sind frei, lehnen sich höchstens an Motive an.
Bei seinen Arbeiten geht es Helmut Nennmann um den gezielten Einsatz von Farben, Helligkeitsstufen, um die Perspektive und um die Verdichtung von Flächen. Die originalgetreue Wiedergabe der Wirklichkeit treten bei der Bildgestaltung in den Hintergrund. Das Besondere ist, dass der 67-jährige Künstler gezielte Ungenauigkeit anstrebt.
Der Landschaftsarchitekt aus Wiesentheid besuchte nach der Beendigung seines Studiums die Bildenden Künste in München, er lehrte als Kunstlehrer am Landschulheim in Wiesentheid. Der Kontakt nach Kronach kam über Ingo Cesaro zustande.
Der dritte Bürgermeister Markus Wich bedankte sich bei Helmut Nennmann für seine Bereitschaft, im Finanzamt seine Bilder auszustellen. Er wünschte, dass viele Kronacher möglichst viele gute Eindrücke mitnehmen. Ihre Freude über die Ausstellung äußerte auch die stellvertretende Leiterin des Finanzamtes, Sandra Schindhelm.