Zu sehen sind Exponate eines rumänischen Künstlers, Malers und Bildhauers. Der "Allrounder" Sergiu Ianza wurde im Januar 1958 in Lupeni, Rumänien geboren. Er studierte unter anderem bei Prof. Lazar-Florian Alexie. Bei Prof. Lucia Neagu und Prof. Lucia Ioan schloss er sein Studium an der Kunstakademie "Nicolae Grigorescu" in Bukarest an der Fakultät für Keramik mit magna cum laude ab. In der Kunstszene genießt er regional, national und international hohes Ansehen.

Er selbst sagt von sich, die Kunst sei einfach ein Teil seines Lebens. "Er ist Künstler mit Leib und Seele, er hat seine Leidenschaft zum Lebensinhalt gemacht", formuliert es Rainer Ludwig. Schon von Kindesbeinen an habe Sergiu Ianza über eine gewisse Kreativität, die Neugier und den unvoreingenommenen Blick auf alles Neue um ihn herum verfügt.

Die entscheidende Leistung des Künstlers bestehe darin diese Eindrücke auch im weiteren Lebenslauf mit aller Offenheit aufzunehmen und sich mit den verschiedensten künstlerischen Ausdrucksformen auseinander zu setzten, weiß Ludwig weiter.

"In meinen Werken soll man spazieren gehen können, jeden Tag noch ein neues Detail, einen neue Perspektive entdecken können", so wünscht es sich Sergiu Ianza. Seine besonderen Merkmale seien unverwechselbar, meint Ludwig, so arbeite er in seine Keramiken Gefühle und Ereignisse mit ein. Auf die Frage, ob Sergiu Ianza ein Lieblingexponat hat, verneint er schmunzelnd: "Sie sind wie meine Kinder, ich liebe sie alle."

Dennoch erklärt der Künstler seine Intention bei einem Werk. In den meisten ist ein wiederkehrender Topos zu entdecken. "Tore oder Fenster zwischen Erde und Himmel." Ianza ist getaufter Christ und daher fühlt er sich besonders zur christlichen Symbolik hingezogen. "Die Religion ist für mich eine Verbindung zwischen Himmel und Erde", beschreibt er es.

"Der zweite Teil der Ausstellung, ist der sinnliche Teil", erklärt Ianza und zeigt auf ganz andere Skulpturen: Es sind Frauenkörper. Daher auch der Name der Ausstellung: "Zwischen Himmlisch und Sinnlich". Die weiblichen Figuren sind in allen möglichen Ausführungen ausgestellt: Ob gezeichnet, aus Keramik oder in Bronze - jedenfalls haben sie eines gemeinsam: Sie sind sehens- und bestaunenswert.