Die Ballettschule Olga Engelmann feierte mit einer fulminanten Gala im Schützenhaus Kronach ihr zehntes Jubiläum. Die Ballerinas tanzten um die Welt von Moskau über den Orient zum Broadway und durch verschiedene Epochen. Mit farbenprächtigen Kostümen zauberten sie wunderbare Choreografien auf die Bühne und verwandelten das Schützenhaus in ein Märchenhaus in dem mit viel Kreativität und Grazie die Vielfalt der Ballettvariationen gezeigt wurde. Tanzlehrerin Olga Engelmann hatte, unterstützt von ihren beiden Mitstreitern - der Musikpädagogin Svetlana Ladur und der charmanten Moderatorin und Hobby-Ballerina Simone Schick -, ein abwechslungsreiches Programm zusammen gestellt: Kinder und Jugendliche von vier bis 18 Jahre aus der Kronacher und Altenkunstadter Ballettschule rundeten das facettenreiche Tanzprogramm ab.Bei den vielen Akteuren auf der Bühne mussten auch hinter den Kulissen allerhand Kostüme vorbereitet und gewechselt werden. Die Muttis der kleinen Elevinnen taten sich besonders hilfreich hervor, um die kleinen Ballerinas in Windeseile nach ihren Auftritt umzukleiden und sie so in anderer Kostümpracht gleich zum nächsten Auftritt auf die Bühne zu schicken.


"Ein schwerer Weg"

Moderatorin Schick machte deutlich, dass es ein weiter und schwerer Weg bis zur Ballerina auf Spitzenschuhen sei. Für viele Mädchen, die klassisches Ballett erlernen, sei es der große Traum, einmal auf Spitzenschuhen wie eine Feder über die Bühne zu schweben. "Doch man muss ein bestimmtes Alter haben, der Fuß muss anatomisch soweit ausgebildet sein und man muss einige Jahre fleißigen Trainings hinter sich haben, ehe man die notwendige Körperbeherrschung und entsprechende Entwicklung der Muskulatur hat, um auf Spitzenschuhen wirklich tanzen zu können", informierte sie, bevor die Jugendlichen Ballerinas den Tanz der Winzerinnen aus dem romantischen Ballett "Giselle" auf die Bühne zauberten und das Publikum begeisterten. Auch die Barocktanzgruppe zu Crana von der Fürstbischöflichen Bambergerischen Artillerie- und Schützenkompanie zu Cronach wusste mit Ihrem L'amour-Tanz und ihren farbenprächtigen Barock- Kostümen zu gefallen.


"Dir gehört mein Herz"

Die Herzen der Zuschauer waren berührt, als die Anfänger mit ihren Papas aus Altenkunstadt gemeinsam zu der Melodie "Dir gehört mein Herz" in einer emotionalen Choreografie vortrugen. Das Publikum zeigte sich ergriffen und melancholisch. Da war es gut, dass Pinoccio in Moskau, ebenfalls von den Kindern aus Altenkunstadt getanzt, wieder Schwung in den Saal brachten. Von nun an war man stets von verschiedenen Emotionen hin- und hergerissen. Ein Tanz schöner als der andere und eine wunderbar einstudierte Choreografie versetzten das Publikum ins Staunen: tosende Beifallsstürme nach jeder gelungenen Tanzvariation. Die vielfältigen Ideen und Tanzkreationen begeisterten bei dieser gelungenen Jubiläumsgala. eh