Die Hesselbacherin war damit nicht nur eine der besten, sondern auch eine der jüngsten Absolventinnen. Die 15-Jährige nahm zusammen mit 95 anderen jungen Musikern aus ganz Nordbayern an der Goldwoche in Hammelburg teil. 86 von ihnen holten sich die höchste Qualifikation im Laienmusizieren in der Fortbildungsstruktur der Blasmusikverbände. Der Musikverein Hesselbach gratulierte Franziska Simon nun in einem kleinen Festakt.

"Ich hätte mir die Prüfung schwerer vorgestellt. So schwer war das gar nicht", meint die Goldabsolventin, die bei den "Hesselbacher Musikanten" Querflöte spielt, bescheiden. Zur Musik war sie damals über die Bläserklasse des Musikvereins Hesselbach gekommen.


Start mit Hindernissen

"Ich wollte von Anfang an Querflöte lernen. Es dauerte allerdings eine ganze Weile, bis ich einen Ton herausbekommen habe", erinnert sie sich schmunzelnd.

Deswegen hätten ihr sogar einige Verantwortliche vom Musikverein vorgeschlagen, doch ein anderes Instrument auszuprobieren. Aber sie sei hartnäckig geblieben und wollte eben Querflöte lernen.

"Ich finde, die Querflöte hat einen ganz besonders schönen Klang. Und später hat's ja dann auch geklappt und dann war es auf einmal ganz leicht", lacht Franziska. Natürlich müsse man viel und regelmäßig üben. Das gehöre einfach dazu, wenn man ein Instrument erlerne. Aber die Lust dazu habe sie nie verloren.

Um überhaupt zur D3-Prüfung zugelassen zu werden, muss man bereits die Musikerleistungsabzeichen in Bronze und Silber bestanden haben. Außerdem ist als theoretische und praktische Vorbereitung auf die Prüfung ein mehrtägiger Qualifikationskurs zu absolvieren.


Anspruchsvolle Leistungsprüfung

Wie anspruchsvoll die Leistungsprüfung ist, beweist schon die Tatsache, dass es einige der Angemeldeten gar nicht bis zur Prüfung schaffen beziehungsweise das Abzeichen nicht bestanden. Die Prüfung umfasst sowohl einen theoretischen, bei dem es um Musikwissen geht, als auch einen praktischen Teil mit Vortragsstücken.
Ein Pflichtstück der Stufe D3 wird dabei durch ein Los gezogen, ein anderes Stück im entsprechenden Schwierigkeitsgrad darf man selbst aussuchen.

Franziska wurde von Vorsitzendem Ralf Welsch und Dirigenten Georg Schönmüller als Leistungsträgerin bezeichnet. Wie viel Spaß ihr das Musizieren macht, zeigt sich auch in der Tatsache, dass sie beim Weihnachtskonzert 2012 des Musikvereins in der aus den "Hesselbacher Musikanten" hervorgegangenen Nachwuchsgruppe "Whatever" mitwirkte. Zudem umrahmte sie heuer mit der Gitarre zusammen mit zwei weiteren Musikerkolleginnen sowohl den Erstkommunion- als auch den Firm-Gottesdienste in der Pfarrei St. Ägidius Lahm.

Die 15-Jährige möchte auf jeden Fall der Musik treubleiben. "Ein Instrument zu spielen, macht viel Spaß. Aber in der Gemeinschaft, zusammen mit anderen - Da ist das noch schöner", strahlt sie.