Auf Anfrage erklärte Baumgärtner, dass verschiedene Bürgermeister diesbezüglich auf ihn zugekommen seien.
Sollte er gewählt werden, werde er sich dieser Herausforderung stellen und einige Änderungen auf den Weg bringen. Dabei werden auch ein paar unpopuläre Entscheidungen getroffen werden müssen, kündigte Baumgärtner an. In diesem Zusammenhang denkt er an die Einführung des Geschäftsführers bei der FWG, der sich um die betriebswirtschaftlichen Belange kümmert. Weiterhin müsse auch über Gehälter des Vorsitzenden und seines Stellvertreters geredet werden. Denn, es ist ja unbestritten, dass die künftigen Verantwortlichen vor schwierigen Aufgaben stehen, die ehrenamtlich nicht bewältigt werden können. Zudem will er Transparenz schaffen, alle Entscheidungen, die den Abnehmer betreffen, offen legen beziehungsweise der Presse mitteilen. "Ich lege alles auf den Tisch!"


Gleicher Wasserpreis

Allerdings, so räumt Baumgärtner ein, müsse vor seiner Wahl erst die Verbandssatzung geändert werden. Oder er müsste von seiner Heimatgemeinde Wilhelmsthal zuvor als Zweckverbandsmitglied bestimmt werden. Denn nach der bisherigen Bestimmung kann der Vorsitzende nur aus den Verbandsräten kommen.

Sein Ziel werde es sein, dass innerhalb einer Gemeinde die Bürger einen gleichen Wasserpreis entrichten müssen. Weiterhin soll der Wasserpreis nicht wesentlich über dem bayerischen Durchschnitts-Wasserpreis ( 1,42 Euro) liegen. Wie er das schaffen will, ließ er allerdings offen. Im Geheimen sollen bereits Gespräche stattgefunden haben, in denen - angesichts des Investitionsstaus der Frankenwaldgruppe von rund 65 Millionen Euro - auch von einem Wasserpreis von sechs Euro pro Kubikmeter die Rede gewesen sein soll. "Über sechs Euro zu reden ist noch zu früh", sagt Baumgärtner dazu.

"Hut ab", kommentierte die Wilhelmsthaler Bürgermeisterin Susanne Grebner die Entscheidung des Landtagsabgeordneten, im Falle einer Wahl den Vorsitz zu übernehmen. "Ich habe großen Respekt", schließt sich ihr Tettauer Kollege Peter Ebertsch an.

Baumgärtner selbst zollt der bisherigen Vorsitzenden Petra Öhring Respekt. "Sie hat erkannt, dass diese Aufgabe nicht im Ehrenamt zu führen ist." Sie habe sich auch für eine verbesserte Situation der Frankenwaldgruppe eingesetzt. In diesem Zusammenhang erwähnt er die Kooperationsvereinbarung mit der FWO.