Auf unerwartet große Resonanz stieß die Dokumentation "Namen erhalten ein Gesicht" im Bergbaumagazin Stockheim. Idealisten des Arbeitskreises aus drei Vereinen - dem Förderverein Bergbaugeschichte Stockheim-Neuhaus/Schierschnitz, der Bergmannskapelle und des Knappenvereins - haben mit großer Unterstützung des Heimathistorikers Otto Heinlein vielfältiges Bildmaterial über den Zweiten Weltkrieg vor allem von ehemaligen Soldaten aus Stockheim und Umgebung zusammengetragen. Anlass war der Volkstrauertag und natürlich das Gedenken an 70 Jahre Ende des Zweiten Weltkriegs. Die Idee dabei war, den Namen der Soldaten am Kriegerehrenmal auch ein Gesicht zu geben, informierten die beiden Hauptinitiatoren, Gerwin Eidloth und Günther Scheler.


Todesanzeigen gesammelt

Der 86-jährige Otto Heinlein, selbst noch Zeitzeuge des Krieges, sammelte schon als Jugendlicher während der Kriegszeit die Todesanzeigen deutscher Soldaten, die im Fronteinsatz gefallen sind. "Mein Vater war im Bergwerk beschäftigt und nahm die Zeitung jeden Tag mit auf die Arbeit. Von Kohlenstaub bedeckt brachte er sie am Abend wieder mit nach Hause, damit ich die Anzeigen ausschneiden konnte", berichtet Heinlein. Unter anderem diese Anzeigen sowie Fotos der Gefallenen, die Angehörige zur Verfügung gestellt haben, waren in der Dokumentation wider das Vergesssen zu sehen.

Heinlein selbst war immer wieder gefragter Zeitzeuge und gab den Besuchern bereitwillig Auskunft über die Geschehnisse, aber auch über Bilder und Exponate.

Weil diese Dokumente, Bilder und Gegenstände auf so großes Interesse stießen, können sich die Veranstalter durchaus vorstellen, eine Ausstellung dieser Art irgendwann einmal zu wiederholen.