Es sind bewegende Bilder, die an diesem Nachmittag im BRK-Seniorenhaus Kronach zu sehen sind: Bilder von unvorstellbarer Armut auf den Philippinen und insbesondere in Indien. "Die Menschen in Indien leben von der Hand in den Mund.

Es stimmt nicht, dass es sich bei Indien um eine aufstrebende Wirtschaftsmacht handelt. In Indien leben 90 Prozent der Menschen am untersten Limit", erzählt Frank Schmitz, als er einen selbst gedrehten Videofilm seines Vereins "Friend Circle World Help" im öffentlichen Tagescafé vorführt.

Der Film zeigt aber auch sehr hoffnungsvolle Bilder, wenn beispielsweise der Arzt Michael Dykta in seiner mobilen Klinik unter freiem Himmel den Menschen kostenlos hilft oder wenn Alexandra Schmitz Philippinern, die bei der Jahrhundert-Flut ihr ganzes Hab und Gut verloren haben, Geld für einen Neustart überreicht. Besonders schön anzuschauen sind aber die vor Glück strahlenden Kinder, wenn diese voller Freude gespendete bunte Mützen entgegennehmen.

Eisige Nächte

"Die wenigsten Menschen können sich vorstellen, wie kalt es in den Nächten in Indien sein kann. In den kalten Wintermonaten ist es im Norden Indiens oft 0 Grad Celsius. Die Kinder stehen oft barfuß in den Slums und schlafen nachts in eisiger Kälte, ohne Heizung", berichtet das Ehepaar Alexandra und Frank Schmitz aus Bamberg, das beispielsweise auch Decken an die frierenden Menschen austeilt.

Die Kinder können sich schon bald über 187 schön anzuschauende Mützen freuen, die der MGH-Strickstammtisch des BRK Kronach hat 187 Kindermützen angefertigt, die das Ehepaar nach Indien mitnehmen wird.

Immer wieder stellen die fleißigen "Stricklieseln" ihre Schaffenskraft in den Dienst der guten Sache. So bedachten sie beispielsweise schon bedürftige Babys und Kleinkinder im Landkreis mit rund 500 Handarbeiten. Zudem strickten sie 50 Paar Socken, die zugunsten von Menschen mit geistiger Behinderung verkauft wurden.

Auf die Strickdamen aufmerksam wurde Maria Scherbel, die Schwiegermutter von Michael Dykta, aber über einen anderen Zeitungsartikel. "Ich habe gelesen, dass die Strickdamen Bierkrawatten für die Küpser Bayern-Fans gestrickt haben. Da dachte ich spontan, ob sie vielleicht auch Mützen für die Kinder in Indien stricken würden", so Maria Scherbel, die sich mit der Leiterin des Strickstammtisches, Doris Fickert, beziehungsweise Sabine Scherbel, der Leiterin des MGH-Seniorenhauses, diesbezüglich in Verbindung setzte.

Alexandra und Frank Schmitz stellten ihr Hilfsprojekt ausführlich vor, den "Friend Circle World Help" - Verein zur Unterstützung von Kindern und Notleidenden auf der ganzen Welt und insbesondere in Indien".