Zehn Firmlinge in Rothenkirchen stellen sich in der Ferienzeit dem ASB-Seniorenzentrum in Rothenkirchen zur Verfügung. Zunächst übten sie im Mozart-Café, dem Aufenthaltsort für Angehörige und Bewohner des Hauses, die richtigen Griffe. Denn auch das will gelernt sein, wie man Trinken und Essen reicht, ohne dabei das Bett und den Patienten zu bekleckern.

"Es war ein beeindruckender Tag", fasste der 13-jährige Elias Raab für die Firmlinge zusammen. Yannic Grebner, Marius Löffler, Elias Raab, Katharina Pfadenhauer, Julia Scherbel, Paula Holzmann, Franziska Schramm, Luisa Hofmann, Niklas Jungkunz und Niklas Wich empfangen am Freitag, 12. Juni, von Weihbischof Herwig Gössl das Sakrament der Firmung in der Herz- Jesu- Kirche in Pressig.

Eine Gruppe spielte Uno und Bingo mit den Senioren. Im anderen Raum wurde kräftig gesungen: das Frankenlied, begleitet von Niklas Jungkunz am Klavier. Eine andere Gruppe interessierte sich für technische Geräte wie Liegelift, Sitzlifte für Badewanne und für Vis-a-Vis- Pflegebetten.

Hier lernten die Firmlinge den Umgang mit den Bewohnern beim Ein- und Aussteigen sowie das Umsetzen vom Bett in den Rollstuhl. Die Ergotherapeutinnen Anke Hahn und Ute Seelow begleiteten die Firmlinge und lobten deren gute Mitarbeit. Die jungen Leute halfen außerdem beim Lauftraining am Gehbock für Schlaganfall-Patienten mit.

Auch von Pflegedienstleiterin Viola Förtsch gab es anerkennende Worte. "Es ist sehr schön und gut, wenn sich junge Leute für die Situation der Senioren im Seniorenheim interessieren. Sie konnten selbst erleben, dass es viel Hingabe und Zuneigung braucht, wenn man die Senioren begeistern will. Das haben die Jugendlichen verstanden."

"Als Christ soll man in Nächstenliebe handeln. Im Firmunterricht wird das gelehrt und wir haben dies in der Praxis untermauern wollen. Da war das Seniorenzentrum in Rothenkirchen sehr nahe, das wir bisher nur von außen gekannt haben und wir wussten auch nicht, was uns erwartet", erklärte Marius Löffler. Julia Scherbel ergänzte, "wir haben sehr viel gelernt und bekamen durch Lachen und Zustimmung der Bewohner viel von unserem Einsatz zurück".