Der Reigen der Großübungen ging auch am vergangenen Wochenende weiter. Während in Schneckenlohe eine Gasexplosion im Sportheim angenommen wurde, standen im Wallenfelser Ortsteil Wellesberg ein Scheunen- und Wohnhausbrand im Mittelpunkt.

Zahlreiche Zuschauer konnten sich in Schneckenlohe ein Bild davon machen, dass nicht nur die Freiwilligen Feuerwehren Schneckenlohe, Beikheim und Mödlitz gut ausgerüstet und ausgebildet sind, sondern dass es auch eine sehr gute Zusammenarbeit mit dem Roten-Kreuz gibt. Die Rot-Kreuz-Bereitschaften Schneckenlohe und Mitwitz, die mit 15 Einsatzkräften und zwei Rettungsfahrzeugen am Einsatzort waren, hatten Großarbeit zu leisten.

Gastank gekühlt

Nachdem die Feuerwehrkräfte innerhalb kürzester Zeit Einsatzbereit waren, mussten sie auch noch sechs verletzte Personen retten und versorgen. Da das Sportheim im Außenbereich der Gemeinde liegt, mussten insgesamt 700 Meter Leitungen verlegt werden. Hierbei musste unter anderem der Gastank des Sportheimes mit viel Wasser gekühlt werden. Die Wasserentnahme erfolgte von einem Hydranten in der Waldstraße und von einem Teich.

Nach der Übung dankten Kommandant Herbert Morgenroth, Bürgermeister Knut Morgenroth, Kreisbrandmeister Matthias Weber und Kreisbrandinspektor Matthias Schuhbäck allen Einsatzkräften.
Viel zu tun hatten die Einsatzkräfte auch in Wellesberg, wo ein Wohnhaus und eine Scheune "brannten". Die Schwierigkeit lag dabei vor allem darin, die Wasserzufuhr sicherzustellen. Die Neuengrüner Wehr wickelte den Erstangriff über einen Hydranten ab und erhielt schließlich Verstärkung durch die Wallenfelser Kollegen, die unter anderem mit ihrem Tanklöschzug im Einsatz waren. Um jedoch die Wasserzufuhr dauerhaft gewährleisten zu können, legten die Feuerwehren aus Wolfersgrün, Schnaid und Geuser eine rund 900 Meter lange Schlauchleitung von einem Teich im Tal bis hinauf zum Brandort. Auf Grund des Höhenunterschiedes war der Einsatz mehrerer Pumpen erforderlich.

Die Wehren zeigten einen gut abgestimmten Einsatz, bei dem sie Hand in Hand arbeiteten. Angesichts der topographischen Lage und der räumlichen Enge vor Ort und auch bei der Anfahrt konnte dies nicht zwingend vorausgesetzt werden.

Nicht nur Brandbekämpfung

Bürgermeister Jens Korn lobte den Einsatz der fünf Wehren, in denen es 157 Aktive gibt. Gleichzeitig betonte er, wie wichtig gute Rahmenbedingungen für deren Arbeit seien. Denn längst gehe es nicht mehr nur um die Brandbekämpfung. Umso mehr freut sich Korn über die erst jüngst eingegangene Genehmigung des Feuerwehrhausanbaus in der Schnaid. Gleichzeitig betont er auch in Sachen Neubau eines Feuerwehrhauses in Wallenfels Nägel mit Köpfen machen zu wollen. Eine installierte Arbeitsgruppe habe ein Jahr Zeit, um eine Grobplanung inklusive Bedarfsermittlung zu erstellen.