Einer besonderen Herausforderung stellten sich zahlreiche Feuerwehren des südlichen Landkreises. Im Rahmen einer Großübung am Anwesen Kuhberg bei Ziegelerden wurden mehrere Löschwasserförderstrecken aufgebaut.

Durch die Feuerwehren Hummendorf, Neuses, Johannisthal, Kronach, Theisenort und Knellendorf wurde Wasser von der Rodach bei Neuses über Kachelmannsberg zum angenommenen Brandobjekt bei Ziegelerden gepumpt.

Dabei mussten 165 Höhenmeter überwunden werden. Eine zweite Förderstrecke wurde durch die Wehren aus Seelach, Gehülz und Kronach von Ziegelerden aus verlegt.

Nach knapp 40 Minuten wurden die Fahrzeuge der Kronacher Wehr, die den Löschangriff in Kuhberg vornahmen, mit zusätzlichem Löschwasser aus beiden Leitungen versorgt. Mit einem Wenderohr über die Drehleiter und mehreren Strahlrohren konnte Wasser auf das vermeintliche Brandobjekt abgegeben werden.

Wertvolle Dienste leisteten bei der Übung die beiden Schlauchwagen der Feuerwehren Weißenbrunn und Kronach, mit denen drei Kilometer Schlauchleitung schnell verlegt werden konnten. Insgesamt bauten die über hundert eingesetzten Feuerwehrmänner und -frauen 3450 Meter B-Förderleitung auf.

Zum Einsatz kamen insgesamt 13 Tragkraftspritzen und Fahrzeugpumpen. Mit dem Tanklöschfahrzeug der Feuerwehr Kronach wurde zusätzlich jeweils 4,5 Kubikmeter Löschwasser im Pendelverkehr von Kronach nach Kuhberg gefahren.

Auch Bürgermeister Wolfgang Beiergrößlein (FW) machte sich ein Bild von der Übung und lobte bei der anschließenden Manöverkritik die Zusammenarbeit zwischen den Wehren aus den drei Großgemeinden.
Einsatzleiter Kreisbrandmeister Martin Panzer stellte den guten Ablauf und das zügige Arbeiten aller Beteiligten heraus. Im Ernstfall könne man auf die Erfahrungen dieser Übung zurückgreifen.