Die Feldgeschworenenvereinigung im Landkreis Kronach wird sich von der traditionellen Amtsbezeichnung "Vermessungsamt" trennen müssen. Gleich mehrere solcher Veränderungen wurden bei der Mitgliederversammlung am Samstag im Landgasthof Detsch unter der Leitung von Kreisvorsitzendem Baptist Vetter verkündet. Der Leiter des bisherigen Vermessungsamtes, Detlef Arnold informierte, dass man jetzt den Amtsnamen "Amt für Digitalisierung, Breitband und Vermessung Kulmbach" führe. Die Außenstelle Kronach erhielt einen neuen Amtsleiter, Fritz Pohl aus Theisenort. "Die Feldgeschwornen üben eines der ältesten Ehrenämter der kommunalen Selbstverwaltung aus und helfen dabei, Nachbarschaftsstreitigkeiten zu vermeiden", sagte Pohl, deshalb dürfe diese Institution auch nicht privatisiert werden.

Detlef Arnold informierte auch über die Einführung neuer Vermessungsgebühren ab 1. Mai 2014. Für je angefangene Stunde kostet der Feldgeschworene (FG) 10,50 Euro und der Obmann elf Euro. Damit habe man sich den Gebühren in anderen Ämtern Bayerns angeglichen.

Der Amtsleiter berichtete aber auch über interne Umstellungsprobleme der Datenbanken, was nicht zuletzt zu einer personellen Überlastung führte. Diese hatte zur Folge, dass Felgeschworene in den Gemeinden kaum zum Einsatz geschickt wurden. Das werde sich in Kürze wieder ändern.

Auszeichnung

Die Ehrungen für langjährig im Ehrenamt tätige Feldgeschworene nahm Kronachs Bürgermeister Wolfgang Beiergrößlein als Vertreter des Landrats vor. Er überreichte die Ehren- und Dankurkunden des Freistaates Bayern für langjähriges verdienstvolles Wirken als vereidigter Feldgeschworener.

40 Jahre

Rudi Meyer (Schmölz), Helmut Schindhelm (Schmölz), Ludwig Treuner (Ludwigsstadt) und Ingo Müller (Lauenhain).

25 Jahre

Otmar Welscher (Lahm), Rudolf Stauch
(Steinberg), Hermann Beitzinger (Lahm), Arnold Schindhelm (Kronach), Ludwig Wunder (Nordhalben), Erich Wunder (Nordhalben), Siegwald
Nenninger (Friedersdorf),
Erwin Zwosta (Förtschen-
dorf) und Christian Nickel
(Welitsch).