Heuer lautete das Motto "Traumfabrik". Durch den Nachmittag führte Marion Müller. Die Direktorin ist nicht nur Conférenciere, sondern auch Trainerin der Tanzgruppen und Regisseurin.

Natürlich gibt es in Ludwigsstadt auch eine eigene Funkengarde, die zusammen mit dem diesjährigen Prinzenpaar, um das bis zum Schluss größtes Rätselraten herrschte, einzog. Zu königlichen Würden kamen heuer Prinz Peter I. (Heimleiter Peter Schulz) sowie Prinzessin Elke I. (Pflegedienstleiterin Elke Meyer).

Star der Veranstaltung war Heimbewohnerin Anni Gallitz (88). Die Stimmungskanone kommt aus dem Fichtelgebirge. Mit einer Freundin tritt sie seit Jahrzehnten gemeinsam auf - früher bei Veranstaltungen beim VdK und nun im BRK-Seniorenheim.

Die beiden Damen verfügen über eine ganze Sammlung an lustigen Vorträgen für Fasching oder andere Gelegenheiten. Heuer trat Anni Gallitz aber allein in Aktion. Weder beim aberwitzigen Brief einer ostfriesischen Mutter an ihren Sohn noch bei der Geschichte um ausstehende Alimente für eine Tochter blieb ein Auge trocken.

Nummern wie am Fließband

Ohne Verschnaufpause reihten sich Sketch an Sketch sowie Musik- und Tanzeinlagen wie am Fließband aneinander. Die "Comedian Harmonists" hatten passend zu ihrem Lied "Ich wollt' ich wär ein Huhn" auch einige verrückte Exemplare des Federviehs dabei.

Die Zumba-Truppe tanzte zum Alpenrebellen-Kracher "Rock me", besser bekannt als "Maibaum-Lied". Die "Holzhackerbuben" Olli Klemm und Katja Wachter holten sich bei ihrer schweißtreibenden Arbeit Unterstützung vom "Waldbär", BRK-Kreisgeschäftsführer Roland Beierwaltes.

Gleich mehrere "Brautpaare" zeigten einen Knietanz, während das Männer- und Frauenballett einen schwarz-weißen Strumpfhosentanz präsentierte. Auch die Unterschiede beim Duschen zwischen Frauen und Männern wurden aufgezeigt.

In Ludwigsstadt die Ehre gaben sich auch der Zauberer Evelino (Evi Nüchterlein) und seine Assistentin Petruschka (Peter Schulz), die aber ein ums andere Mal - wohl aus Sorge um ihre Gesundheit und Zweifel am Können ihres Meisters - Reißaus ins Publikum nahm. Dass man nicht groß sein muss, um abrocken zu können, bewies das Prinzenpaar bei seinem Auftritt als "kleine Leute".

Die Funkengarde läutete das Ende des närrischen Treibens ein, bevor Marion Müller alle Darsteller zum Finale auf die Bühne bat, um sich gemeinsam mit dem Lied "Cowboys und Indianer" zu verabschieden. Für die Musik sorgten Raimund Trebes und Armin Fehn.