Ab Montag wird die Fernwasserversorgung Oberfranken (FWO) sämtliche Gemeinden mit Wasser beliefern, die vorher von der Frankenwaldgruppe (FWG) mit Wasser versorgt wurden. Bisher war dies nur in Teilbereichen der Fall.

Nun, nach der Übernahme der Fernleitungen Tschirn - Effelter, werden auch die Ortsteile von Steinwiesen, Neufang und Birnbaum, sowie die gesamte Gemeinde Wilhelmsthal von der FWO versorgt werden. Obwohl nun künftig das Wasser von einem Wasserversorger kommt, bleiben die unterschiedlichen Wasserpreise - wie bisher - weiterhin bestehen.

Geschaffen wurde eine neue 2,3 Kilometer lange Verbindungsleitung vom FWO Hochbehälter (HB) Tschirn zum ehemaligen Frankenwaldgruppen-Hochbehälter - jetzt FWO-HB - Effelter. Die Trasse führt über ein hügeliges Terrain, weshalb zwei Entlüfterschächte und ein Spielschacht am Tiefpunkt der Leitung notwendig waren. Rund 1,6 Millionen investierte die FWO in diese neue Fernleitung.

Der Vorsitzende der FWO, Heinz Köhler, erinnerte am Donnerstag bei der offizielle Inbetriebnahme der Fernleitung Tschirn/Effelter an den Spatenstich vor einem Jahr.

Er sprach die Kooperation zwischen der FWO und der FWG an, die neben der Betriebsführung, einem neuen Wasserlieferungsvertrag auch die Übernahme der Fernleitungen im Norden beinhaltet.

Der Grund für die Kooperation sei die finanzielle Schieflage der Frankenwaldgruppe gewesen, und dass die eigenen Wassergewinnungen der Frankenwaldgruppe sanierungsbedürftig seien und die Sicherung der Ressourcen nicht gewährleistet werden könnten. Man sei übereingekommen, dass die Einspeisung und Vollversorgung durch die FWO die beste Lösung ist.

Wasser ist jetzt "weicher"
Köhler wies darauf hin, dass das Trinkwasser der FWO von einer anderen Beschaffenheit als das bisher eingespeiste Wasser von der FWG ist. Das bedeute, die oben erwähnten Gemeinden können sich künftig über "weiches Wasser" freuen. Bisher hatte das aus der FWG eingespeiste Wasser einen Härtegrad von 17,3°dH; jetzt beträgt die Gesamthärte 6,5 °dH. Die Vorsitzende der Frankenwaldgruppe, Petra Öhring, sprach von einem "historischen Tag" und einer "neuen Ära". Sie bedankte sich bei der FWO für die gute Zusammenarbeit.

Die Wilhelmsthaler Bürgermeisterin Susanne Grebner bezeichnete diesen Schritt als "einen Segen". Der Hausherr und Tschirner Bürgermeister Peter Klinger, durch dessen Grundstück unter anderem die neue Versorgungsleitung führt, war zuversichtlich, dass nun auch die Restarbeiten zur vollsten Zufriedenheit durchgeführt werden.

Ihre gute Zusammenarbeit mit der FWO betonten der Geschäftsführer Andreas Rubenbauer von der bauausführenden Firma Krumpholz und der Leiter Vertragswesen vom Planungsbüro SRP, Thomas Hammerschmidt.