von unserem Mitarbeiter 
Karl-HEINZ HOFFMANN

Pressig — Der Bau- und Umweltausschuss im Markt Pressig ebnete in seiner Sitzung am Montag den Weg für mehrere wichtige Baumaßnahmen. Alle Maßnahmen wurden einstimmig beschlossen. Im Fokus standen die Straßenerschließung "Martin- Luther-Ring", die Straßensanierung der maroden Erhard- Klammt-Straße, die Sanierung der "Weißen Schule" sowie des Einhausungsbauwerks der Bahnunterführung Pressig- West.
Aber auch für den Winter sorgten die Räte mit einer Salzbestellung und einer Erweiterung der Lagerkapazitäten vor.
Die Erweiterung der Rettungswache des BRK ist besonders im Sanitärbereich dringend erforderlich. Um auch zukünftig die Stationierung von Rettungsfahrzeugen zu sichern, stimmte das Gremium der Errichtung einer Doppelgarage auf dem Schulgelände zu. Die Doppelgarage kostet 9 449,79 Euro, worauf es drei Prozent Skonto gibt.

Planung für 38 080 Euro

Mit der Planung der Erschließung des Teilbereiches Neubaugebiet Martin-Luther-Ring wurde das Ingenieurbüro HTS Plan Kronach zum Preis von 38 080 Euro beauftragt. Auch der Planentwurf zum Ausbau der Erhard-Klammt-Straße durch das Ingenieurbüro HTS Kronach fand zum Gesamtpreis von 515 000 Euro die Zustimmung des Gremiums. Bauamtsleiter Andreas Schorn informierte, dass diese Kosten, den Straßenbau auf einer Länge von circa 240 Metern mit 269 000 Euro, den Regenwasserkanal mit 96 000 Euro, den Schmutzwasserkanal mit 88 000 Euro und die Erneuerung der Wasserleitung mit 62 000 Euro, enthielten. Von der Regierung ist mit einem Zuschuss von rund 170  000 Euro zu rechnen. Die Ausschreibung soll im Herbst erfolgen, sodass im Frühjahr Baubeginn sein könnte, so Schorn.
Für die Sanierung der "Weißen Schule" wurden die Arbeiten für den Bodenbelag im Eingangsbereich an die Firma Meusel, Oberlangenstadt für 4262,82 Euro und die Natursteinarbeiten für die Treppen im Innenbereich des Gebäudes an die Firma Deinlein, Stockheim in Höhe von 8545,79 Euro, vergeben.
Um für den Winter gut gerüstet zu sein, wird die Lagerkapazität durch ein größeres Streusalzsilo erweitert. Der bisher genutzte Silo weist große Mängel auf und hat nur 50 Tonnen Fassungsvolumen, machte Bauamtsleiter Schorn deutlich. Daher stimmte das Gremium der Anschaffung eines neuen Silos mit Fassungsvermögen von 72 Tonnen zu, der Preis hierfür beläuft sich auf 27  600 Euro. Damit wird auch die Bestellung von 72 Tonnen Streusalz zum Preis von 69,50 Euro pro Tonne verbunden und es wurde zur Sicherheit ein Lagerservicevertrag für 100 Tonnen Streusalz genehmigt.
Mit den Betonsanierungsarbeiten am Einhausungsbauwerk West der Bahnsteigunterführung zum Anger wurde die Firma Grune, Neuses zum Preis von 13 011,27 Euro beauftragt. Ein jahrelanges Ärgernis ist für die Förtschendorfer die Hochwasserfreilegung Wickendorfer Weg. Bei größeren Regenfällen gab es hier Überflutungen bis in die Keller hinein. Jetzt will man dem durch den Bau eines Regenkanals Abhilfe schaffen. Der Auftrag für circa 120 Meter Regenwasserkanal mit DN 600 wurde an die Firma Porzelt Kronach zum Preis von 12 216,54 Euro vergeben. Eine weitere Auftragsvergabe für eine Erneuerung des Strahlbelüfters im Regenüberlaufbecken 4 an der Brücke Pressig West ging im Auftragswert von 11 782,96 Euro an die Firma Dörnhöfer, Kulmbach.

Bitte von Klaus Dressel

Der Jagdgenossenschaft Friedersdorf wird ein Zuschuss in Höhe von 783,91 Euro für Instandsetzung von Wald- und Wirtschaftswegen gewährt. Klaus Dressel (CSU) bat die Gemeinde, die Initiative für eine Aktionsfläche in Brauersdorf einzuleiten. Er, Klaus Dressel und Dritter Bürgermeister Wolfgang Förtsch (SPD) seien gerne bereit, für die Dorfgemeinschaft die Führungsrollen zu übernehmen. Doch der offizielle Anstoß müsse durch die Gemeinde erfolgen. Bürgermeister Hans Pietz (FW) begrüßte grundsätzlich ein solches Projekt für Brauersdorf und will dafür Haushaltsmittel für das kommende Jahr vorsehen lassen. In diesem Jahr liege der Schwerpunkt bei den Kinderspielplätzen in Posseck (neue Schaukel), in Größau und in Rothenkirchen, wofür Haushaltsmittel in diesem Jahr eingeplant sind.
Reinhold Heinlein (CSU) regte Flüsterasphalt für die Ortsdurchfahrt B 85 Pressig an ("Da sollten wir beim staatlichen Bauamt unbedingt nachhaken"). In Förtschendorf sei eine Sanierung der Verrohrung beim Schützenhaus Richtung Schützengrund unbedingt nötig. Die Anwohner können sich nicht länger bieten lassen, nach jedem Regen den angeschwemmten Schotter vor ihren Anwesen aufzuräumen.
Kämmerer Heinrich Grebner riet dem Ratsgremium, sich mit der Aufschüttung des Industriegebietes entlang der Staatsstraße 2201 Richtung Welitsch zu befassen. Weil es sich um Hochwasserschutzgebiet handle, sei das Wasserwirtschaftsamt einzuschalten. Anlass für seinen Vorschlag war die Teilabwanderung der Firma Greiner nach Stockheim. Die Firma Greiner hätte Interesse am besagten Grundstück gezeigt, aber aufgrund der Hochwasserschut zausweisung konnte man das Grundstück nicht für einen Industriebetrieb anbieten.


Bauanträge