"Ich bin bereits seit meinem 13. Lebensjahr immer bei der Feuerwehr dabei und nun froh, wieder eine Hürde in meiner Feuerwehrausbildung genommen zu haben. Nun stehen weitere Lehrgänge, wie Maschinist oder Gruppenführer auf dem Programm", hob Markus Zwosta hervor. Er leistet nicht nur bei der Feuerwehr Eibenberg Dienst, sondern zusätzlich bei der Feuerwehr Wilhelmsthal und der Werksfeuerwehr von Loewe.

Mit Daniela Friedrich (Feuerwehr Stockheim) und Verena Schwämmlein (Feuerwehr Gundelsdorf) haben die Feuerwehren im Landkreis zwei neue Feuerwehrfrauen, die unter schwerem Atemschutz arbeiten werden. Insgesamt 22 Feuerwehrmänner und zwei Feuerwehrfrauen aus zwölf Feuerwehren des Landkreises Kronach unterzogen sich der Ausbildung zum Atemschutzgeräteträger und erfüllen so eine immer wichtiger werdende Aufgabe. Der Atemschutz ist mittlerweile aus dem Einsatzspektrum der Feuerwehren nicht mehr wegzudenken, da immer mehr Materialien in der Wirtschaft verwendet werden, die Atemgifte im Fall eines Brands verursachen. Sei es der Brand eines Wohnhauses, eines Autos oder auch nur der Brand von mutwillig angezündetem Toilettenpapier in einer öffentlichen Toilette. Zum Schutz der Einsatzkräfte kann dort nur mit Atemschutz gearbeitet werden.

Noch bessere Hilfe

Christian Müller, Kreisbrandmeister für Atemschutz, führte gemeinsam mit einigen Kreisausbildern den Lehrgang für Atemschutzgeräteträger im Landkreis durch. 24 Feuerwehrleute, darunter auch Daniela Friedrich und Verena Schwämmlein, stellten sich der umfangreichen Ausbildung und opferten viele Stunden Freizeit.
"Ich wollte schon immer mit Atemschutz arbeiten, hatte aber bis jetzt noch nicht den richtigen Mut dazu gefunden", sagt die 33-jährige Feuerwehrlerin Daniela Friedrich aus Stockheim. "Jetzt freue ich mich schon darauf, bei Einsätzen noch besser helfen zu können. Ich bin stolz, als Frau diese doch nicht leichte Arbeit machen zu können." Auch Verena Schwämmlein, 18 Jahre, von der Feuerwehr Gundelsdorf sieht ihrem ersten Einsatz mit gemischten Gefühlen entgegen. "Sicherlich haben wir jetzt viel gelernt, aber trotzdem habe ich noch einen großen Respekt vor der Aufgabe. Schließlich ist es ja auch nicht ungefährlich. Ich finde es spannend und auch gut, wenn ich den Menschen helfen kann. Darum bin ich auch zur Feuerwehr."

Ungewohnte Umgebung

Beide freuen sich und sind stolz darauf, künftig in einem Team mit ihren männlichen Kameraden an der vordersten Front eines Brandes zu arbeiten. Das erforderliche Grundwissen in Theorie und Praxis hierfür vermittelten die Ausbilder zunächst in einigen Unterrichtseinheiten. Die Teilnehmer mussten sich an die "ungewohnte Umgebung" unter der Maske gewöhnen und vor allem mit der Belastung, nicht frei atmen zu können, fertig werden. In einer Großübung ging es dann zur Sache. Räumlichkeiten wurden von einer Nebelmaschine eingenebelt, sodass die Sicht gleich "Null" war.

Ausbilder stehen dahinter

"Jetzt kenne ich die Gefahren der Einsatzstelle beim Innenangriff", so Markus Zwosta von der Feuerwehr Eibenberg, der als Lehrgangsbester abschloss. "Mir ist auch bewusst, dass der Echteinsatz aber etwas ganz Anderes ist, denn jetzt waren die Ausbilder hinter uns und konnten jederzeit abbrechen. Im Einsatz geht das nicht. Da bin ich mit meinem Kameraden auf mich selbst gestellt". Aus den Händen von Kreisbrandrat Ranzenberger und Kreisbrandinspektor Ralf Weidenhammer erhielten Manuel Horn, Marcel Müller, Christoph Röder (Feuerwehr Fischbach), Johannes Geigerhilk (Friesen) Bastian Mahr, Verena Schwemmlein (Gundelsdorf), Andreas Höfner, Johannes Höfner, Philipp Höfner, Maximilian Treusch (Johannisthal), Johannes Böhnlein (Knellendorf), Dominik Lindner (Glosberg), Jonas Barnickel, Markus Eisentraudt, Simon Eisentraudt (Neukenroth), Fabian Fiedler, Daniela Friedrich (Stockheim), Sebastian Eschrich, Johannes Güntsch, Maximilian Heimann, Jonas Zwosta (Tettau), Ronny Peetz, Adrian Stöcker (Wallenfels), Tim Stauch und Markus Zwosta von der Feuerwehr Wilhelmsthal ihre Zeugnisse.
Matthias Schuhbäck