Rita Wittmann leitet seit 25 Jahren die BRK-Senioren. Bei der Weihnachtsfeier hatte Heidi Beyerle für sie eine besondere Überraschung in petto; bedachte sie diese doch - unter großem Applaus - für ihre besonderen Verdienste mit der Ehrenurkunde des BRK-Kreisverbands Kronach.
Vor 25 Jahren übernahm Rita Wittmann vom damaligen Leiter die BRK-Senioren. "Wir waren damals lediglich ein kleiner Kreis von 39 älteren Personen. Jetzt sind es oft weit über 100 Personen, die zu den Veranstaltungen wie heute zur Weihnachtsfeier kommen", freut sich das beliebte Energiebündel. 22 Jahre lang - bis einschließlich 2014 - organisierte sie auch die Fahrten der BRK-Senioren, eine sehr zeit- und arbeitsaufwändige Arbeit. Lag doch in ihren Händen die gesamte Planung vom Reiseziel über die Buchung der Teilnehmer bis zum Programm. Die Busse bei den Ausflügen seien bis vor Kurzem immer voll gewesen. In letzter Zeit seien es aber gesundheits- und altersbedingt etwas weniger Teilnehmer geworden. Die Organisation der Fahrten hat Rita Wittmann, die im Januar bereits 87 Jahre jung wird, nunmehr abgegeben. Die Senioren-Nachmittage wird sie aber auch weiterhin organisieren.


Dank an die Helferinnen

Im Rahmen dieser - mit Ausnahme der Sommermonate, wenn die Ausflüge anstehen - monatlich stattfindenden Nachmittage holten die BRK-Senioren beispielsweise das Oktoberfest ins Kronacher BRK-Seniorenhaus, beim Weinfest wählte man die Weinkönigin, beim Sommerfest wurde das Bier fürs Kronacher Schützenfest probiert und sehr oft wurde das Tanzbein geschwungen - und das waren nur einige der Top-Ereignisse der letzten 25 Jahre. Ihr Dank gilt dabei auch den unermüdlichen Helferinnen.


Ausflüge gab es noch nicht

Die Arbeit habe ihr immer viel Spaß gemacht, erzählt Rita Wittmann. "Ich sehe das als meine Aufgabe, die mir selbst auch gut tut. Wir waren immer eine große Familie. Dann starb 1988 mein Mann Hans. Die Kinder waren außer Haus und es war auf einmal so ruhig um mich herum", blickt sie zurück. Deshalb begann sie, sich beim Oma-Opa-Hilfsdienst zu engagieren. Später kam der Krankenhausbesuchsdienst dazu. Dann habe der Leiter der BRK-Senioren aufgehört und Heidi Beyerle habe sie angesprochen, ob sie das nicht übernehmen wolle. "Ich bin ja nur eine einfache Hausfrau. Ich war mir damals nicht sicher, ob ich das schaffe", räumt sie ein. Ausflüge der BRK-Senioren gab es damals noch nicht. Diese wurden erst von ihr eingeführt. "Damals sagten mir viele, dass ich nie einen Bus voll bekommen würde", erinnert sie sich. Doch sie sollten sich irren. Die Fahrten und die Nachmittage sprachen sich mit der Zeit rum. "Deshalb wurden wir immer mehr", freut sich Rita Wittmann, der man in keinster Weise ihr Alter ansieht.
Sehr zum Gelingen der BRK-Feier trug die musikalische Umrahmung bei. Besinnliches in der Adventszeit stand auf dem Programm von Rainer Lohr mit den Sängerinnen Uschi und Lilli von der MGH-Seniorenband des BRK Kronach. Zum Klingen kam ein harmonisches Potpourri aus heimatlichen Klängen, Gedichten und Geschichten rund um die schönste Zeit des Jahres. Und auch ganz besondere Gäste hatten sich angekündigt. Die Vorschulkinder des katholischen Integrativen Montessori-Kindergartens Dörfles hatten einen sehr stimmungsvollen Lichtertanz für die Senioren einstudiert - und bei der Ehrung von Rita Wittmann mitgemacht.