"Ich schreibe aber auch einen Wunschzettel", betont die Siebenjährige. Und darauf sind viele Dinge, die unbedingt unter dem Weihnachtsbaum liegen müssen. Ein Puppenwagen für die Puppe Lisa zum Beispiel und ein Playmobil-Shopping-Center mit vielen Puppen, die man sogar anziehen kann. "Eigentlich möchte ich alles aus dem Playmobil-Katalog, außer dem Jungszeug. Es gibt so schöne Sachen", schwärmt die kleine Hanna.

Aber auch andere Dinge hätte sie gerne: Eine Armbanduhr wäre toll, ein Spiel namens "Logo" und natürlich ein Kostüm der Eiskönigin. Im vergangenen Jahr wurde sie reich beschenkt, und da hofft die Erstklässlerin auch heuer auf schöne Geschenke, die natürlich schnell ausgepackt werden, denn "das ist doch das Schönste". Sie selbst bastelt auch gerne Geschenke, manchmal zusammen mit ihrer Oma, und versteckt sie dann, damit sie niemand vor dem Heiligen Abend findet.

Gefeiert wird nach dem Krippenspiel, das in der Pfarrkirche St. Laurentius stattfindet. Hanna spielt die heilige Maria und ist schon ganz aufgeregt. Danach geht es nach Hause, alle sind dabei. Mama, Papa, der kleine Bruder Moritz, Oma und Opa. Dann wird geredet, etwas getrunken und plötzlich, ja, plötzlich sind die Geschenke da und liegen unter dem Baum. "Im letzten Jahr mussten wir komischerweise alle im Keller Getränke holen, außer meinem Papa, der musste ganz dringend mal. Und als wir wieder oben waren, lagen viele Päckchen unterm Baum", erinnert sich Hanna und muss lächeln, als sie daran denkt, dass vielleicht ja der Papa das Christkind war.