Jörg Söllner, 1. Kommandant der Feuerwehr Ludwigsstadt, ist erleichtert. "Es ist an der Zeit und wir sind froh, dass endlich der Digitalfunk kommt", sagt er. In diesen Tagen wurden durch die Firma Schulz Electronic GmbH Kronach die ersten Digitalfunkgeräte übergeben und in die Feuerwehrfahrzeuge der freiwilligen Feuerwehr Ludwigsstadt eingebaut. Zehn Geräte sind es in den Fahrzeugen, 36 sind Handfunksprechgeräte.

Die Stadt Ludwigsstadt erhielt damit die erste Digitalfunkanlage für die Feuerwehr im Landkreis Kronach. Söllner informierte bei der Inbetriebnahme über die Vorteile der Geräte. Die Repeaterfunktion erhöhe die Reichweite und damit sei nun auch endlich für die meisten größeren Gebäude wie Firmen, Seniorenheime und so weiter eine ausreichende Funkabdeckung gewährleistet. Störende Hintergrundgeräusche wie Motorgebrumm würden herausgefiltert, die Sprachqualität sei besser. Ein weiterer Vorteil sei, dass der Gesprächspartner oder die Gegenstelle im Display angezeigt werde.

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Da die Bedienung und die technischen Möglichkeiten der neuen Digitalfunkgeräte einige Neuerungen aufweisen, müssen die Kameradinnen und Kameraden der Wehren geschult werden. Beim Lehrgang "Fachwissen Digitalfunk" in der Feuerwehrschule Würzburg konnte Jörg Söllner die Möglichkeiten der neuen Technik und die Gerätschaften genau kennenlernen.

Im Jahr 2015 soll der Probebetrieb der Feuerwehren im Landkreis Kronach abgeschlossen werden. Während der Probephase des Digitalfunks müssten eventuell noch einige Hürden gemeistert werden, aber dies werde im Bereich der integrierten Leistelle (ILS) Coburg sicherlich rasch vom Arbeitsteam Digitalfunk verbessert, ist sich der Kommandant sicher. "Die Leistungs- und Funktionalitätsgrenzen von Analogfunk sind längst überschritten und werden den heutigen Anforderungen nicht mehr gerecht", sagte er.

Der Bürgermeister ist stolz

Bürgermeister Timo Ehrhardt (SPD) zeigte sich stolz, den Startschuss für den Digitalfunk im Landkreis Kronach gegeben zu haben. Die Kosten für die Ausstattung der zehn Fahrzeuge mit MRT-Digitalfunkgeräten sowie weitere 36 Handfunksprechgeräte bezifferte der Bürgermeister auf circa 30.000 Euro. Der Freistaat Bayern könne maximal 85 Prozent an Zuschuss beisteuern. Hinzu kämen aber noch Einbaukosten von rund 25.000 Euro, wofür die Kommune keinen Zuschuss erhalte. Die Feuerwehr freute sich über die neu erworbene Technik und dankte der Firma Schulz. Diese ist auch als Servicebetrieb für spätere Wartung und Reparaturen in der Nähe.