In seiner Laudation würdigte Hepple die Verdienste von Dieter Wedel, der seit Mai 2008 stellvertretendes Vorstandsmitglied und Pflanzmeister der Dorferneuerung Tüschnitz ist. Mit Eintritt in den Ruhestand engagierte sich der Tüschnitzer in herausragender Weise für seinen Heimatort.

Er gründete ein Jahr nach Anordnung der Dorferneuerung den Verein "Tüschnitz aktiv" mit dem Ziel, eine Kapelle im Ort zu bauen und die Dorferneuerung aktiv durch freiwillige Arbeitsleistungen zu unterstützen.

Alle Vereine koordiniert

"Auf seine Initiative hin wurde im Jahr 2004 zusätzlich die Gemeinschaft "Tüschnitzer Vereine" gegründet, um die Aktivitäten aller Vereine zum Wohle des Ortes zu koordinieren", unterstrich Hepple. Bouleanlage, Großschachfeld, ökumenische Kapelle, Mehrzweckhaus, Amphitheater und Backofen - lang ist die Liste der Maßnahmen, für die der Geehrte die Eigenleistungen der Dorfgemeinschaft organisierte und mit Geldspenden unterstützte. Darüber hinaus hat sich Dieter Wedel schon in jungen Jahren in der katholischen Kirchengemeinde seines Geburtsortes Oeslau engagiert. Er ist Mitbegründer der DJK Oeslau und war Vorstandsmitglied beim Kreisjugendring Coburg.

Dörfer wären weniger lebenswert

Die Festansprache bei der Verleihung hielt Bezirkstagspräsident Günther Denzler, der den Vorbildcharakter der acht geehrten Persönlichkeiten hervorhob. "Vieles von dem, was wir in unseren Dörfern wertschätzen, gäbe es ohne das ehrenamtliche Engagement nicht", würdigte Denzler. Die Dörfer wären weniger lebens- und liebenswert und das Gesicht der Gesellschaft weniger human, ohne die Menschen, die mehr tun als nur ihre Pflicht in Beruf und Familie.
An die Geehrten gerichtet gab Denzler zu verstehen, dass Teilnehmergemeinschaften keine Harmoniegemeinschaften sind. "Sie mussten sich schon manchmal mit den Menschen auseinandersetzen." gst