Im Markt Pressig laufen derzeit viele Aktivitäten an offenen Baustellen. Der Anbau einer Mensa an die Grund- und Mittelschule macht große Fortschritte. In der jüngsten Bau- und Umweltausschusssitzung wurden weitere Gewerke für rund über 70 000 Euro vergeben. Die Gesamtkosten der Baumaßnahme werden sich auf rund 800 000 Euro belaufen.

Ein langgehegter Wunsch

Es war schon lange der Wunsch der Schulleitung und des Elternbeirates, für Ganztagsklassen und die Nachmittagsbetreuung eine modern ausgestattete Mensa zu haben. Nun geht dieser Wunsch bald in Erfüllung. Ende November rechnet Bürgermeister Hans Pietz (FW) mit der Fertigstellung. Die Fliesen- und Plattenarbeiten in der neuen Mensa wurden an die Firma Wagner, Lauscha, vergeben. Die Metallbauarbeiten mit Brandschutzelementen wird die Firma Roth, Nordhalben, durchführen. Die Firma ASS-Einrichtungssysteme, Stockheim, sorgt für die Einrichtung (Bestuhlung) und die Innentüren wird die Firma Metasch, Mitwitz, liefern und einbauen.
Für die Ausstattung der Kinderkrippe im katholischen Kindergarten Pressig konnte der Auftrag an die Firma Wehrfritz, Bad Rodach, zum Preis von 13 577,49 vergeben werden.

In Friedersdorf wird bald die Sanierung der Wasserversorgung abgeschlossen werden können: Zur Verbesserung sind noch technische Anlagen zu installieren, über deren Anschaffung noch verhandelt wird. Klaus Dressel (CSU) bat um zeitnahe Realisierung und signalisierte grundsätzlich Zustimmung der CSU-Fraktion. Bis auf eine Gegenstimme wurde die Vorgehensweise begrüßt.

Kameras schauen ins Kanalnetz

Die Fremdwassereintritte im Kanalsystem sollen durch Befahrung des Netzes lokalisiert werden. Es liegt hierfür ein Angebot mit rund 200 000 Euro vor. Mit der weiteren Vorgehensweise wurde die Verwaltung beauftragt. Einigkeit besteht im Gremium, dass das Problem Fremdwassereintritt im Kanalsystem intensiv angegangen werden müsse.

Georg Zinner, Vorsitzender des Vereins für Gartenbau und Landschaftspflege, macht sich Sorgen wegen des Fremdwassereintritts in die Kanalisation und die damit verbunden Kosten, die auf die Bürger zukommen können. In der Bürgerfragestunde bat er das Gremium, sich dieser Thematik anzunehmen, denn er habe gehört, der Fremdwasseranteil in der Kanalisation sei in Pressig bei über 50 Prozent und damit über dem Grenzwert, der zu einer Bezuschussung seitens des Landratsamtes berechtige.

Verein ist für Begrünung

Ein weiteres Thema ist für ihn und die Gartenbauer in Rothenkirchen ein Grundstück an der Badstraße zur Landleitenbachbrücke. Hier entstand aufgrund des Abrisses eines Wohnhauses eine Freifläche. Diese würde der Verein für Gartenbau und Landschaftspflege gerne begrünen und für die Flächengestaltung auch 1000 bis 2000 Euro zur Verfügung stellen. Auf gar keinen Fall sollte dort eine Garage entstehen. Wie ihm zu Ohren gekommen sei, soll ein Interessent das Grundstück erwerben und eine Garage bauen wollen, was aus Zinners Sicht auch baurechtlich wegen der Lage an der Straße nicht korrekt wäre. Dieses Anliegen habe er schon einmal vor den Ausschussmitgliedern vorgebracht. "Leider ist der Faden abgerissen, weil bis heute keine Stellungnahme dazu vorliegt", sagte er mit Bedauern.

Zinner brachte ein drittes Anliegen vor. Es sei sehr erfreulich, dass der Marktplatz saniert werde, sagte er, allerdings habe er den Eindruck, dass hier keinerlei Bauleitung vor Ort sei. Es würden am Parkplatz Stützmauern eingezogen und mehrmals aufgegraben und wieder zugeschüttet. "Dadurch schießen die Kosten in die Höhe", ist seine Befürchtung. Der Bürgermeister zeigte sich dankbar über die Initiative und das Interesse des Vereins. Allerdings, was die Garage betreffe, werde eine Bebauung wohl möglich sein; denn die Straßenradien würden erweitert, außerdem habe hier schon ein Wohnhaus gestanden, sagte Pietz.

Um Prioritäten für weitere anstehende Straßensanierungen zu setzen, wird sich der Ausschuss am 4. August zu einer Ortsbegehung treffen. Gegen die Stimme von Martin Welscher (FW), der gerne weniger Streusalz im Winter verbraucht haben möchte, beschloss das Gremium die Bestellung von 78 Tonnen Streusalz zu einen Preis von 8168,16 Euro. "Ich sehe hier keinen Sparwillen in der Gemeinde", sagte Welscher.
Reinhold Heinlein (CSU) regte an, im Zuge der Verbreiterung der Staatsstraße 2198 einen Gehweg am Ortsausgang Förtschendorf Richtung Wickendorf anlegen zu lassen, dies dürfte sicherlich bei dieser Gelegenheit günstig zu machen sein. Klaus Dressel (CSU) sah Handlungsbedarf zur Einfahrt vor dem Feuerwehrhaus in Rothenkirchen. Bauamtsleiter Andreas Schorn berichtete, dass man mit der Sanierung bereits begonnen habe.