Die Jugend beherrschte das Königsfischen beim Sportfischereiverein Nordhalben. Der 24-jährige Bastian Trenner wurde erstmals Fischerkönig, gefolgt von Timo Michel und dem 18-jährigen Martin Schütz. Lange Zeit sah es so aus, als könnte der erstmals bei den Erwachsenen teilnehmende Martin Schütz die Königkette erringen.

Wenige Minuten vor Beendigung des Königsfischens zog jedoch Bastian Trenner eine 1339 Gramm schwere Forelle aus dem Tosbecken bei der Ködeltalsperre und sicherte sich so den Titel.

"Es war diesmal wirklich spannend bis zum Schluss, mit einen glücklichen Ende für mich", meinte der aus Schlegelshaid stammende Bastian Trenner. Der gelernte Koch ist seit Jahren auswärts tätig und nahm deshalb schon einige Jahre nicht mehr am Königsfischen teil. Dem Hobby als Fischer geht er schon seit seinem achten Lebensjahr nach. Er war auch schon in der Jugendgruppe sehr erfolgreich.

Nach einer Einweisung durch den Ersten Vorsitzenden Dieter Radlo und der Auslosung der "Standplätze" machte sich die zwei Dutzend Personen starke Gruppe ans Werk. Aufgrund der Tatsache, dass man das Tosbecken erst vorher mit Fischen besetzt hatte, kamen fast alle Fischer auf die maximale Anzahl der Fische. Die ersten hatten bereits nach kurzer Zeit ihre fünf Fische verstaut und konnten die Heimreise antreten.

Der neue Fischerkönig Bastian Trenner hatte den Startplatz 1 gelost. Er sah dies als Vorteil, weil dort das Wasser am tiefsten ist. Seinen schwersten Fisch hat er allerdings zum Schluss aus der "Flachzone" geholt.

Erfolg in der Flachzone

"Es bleibt ja immer ein gewisser Rahmen, wo man sich bewegen kann. Ich bin dann zum Schluss hin in Richtung der Zone 2 gegangen und habe die Angel gezielt in Richtung Auslauf geworfen, dass es dann noch mit dem schwersten Fisch geklappt hat, freut mich natürlich", meinte er. Bastian Trenner geht schon seit vielen Jahren auf die Jagd nach Fischen.

Im Allgäu hat er auch das Fliegenfischen, die anspruchsvollste Art des Fischens, wie er meint, gelernt. In seiner Heimat lässt sich das Fischen jetzt aufgrund der beruflichen Tätigkeit nur selten ausüben. "Ich bin ja nur maximal viermal in Jahr da, meinte er.

Als "Profi" bezeichneten die älteren Fischer auch das Nachwuchstalent Martin Schütz. Er lag lange Zeit gut im Rennen, muss sich aber wie erwähnt kurz vor Schluss den Titel noch nehmen lassen. Er wurde nach Timo Michel als Erster Ritter (Gesamtgewicht 3370 Gramm) mit einen Gesamtgewicht von 3270 Gramm Zweiter Ritter. Den vierten Platz belegte Hans Behrschmidt, gefolgt von Marco Wolf und Alfred Hagen.

Neben den ans Land gezogenen Fischen konnten alle Teilnehmer Sachpreise mit nach Hause nehmen. Die Königskette überreichte Vorjahressieger Bernhard Gluth an Bastian Trenner.