"Carpe diem" - unter diesem Motto bot die Blaskapelle Buchbach ihr Jubiläumskonzert anlässlich des 105-jährigen Bestehens dar. Die "Lustigen Musikanten" und die Jugendblaskapelle Buchbach präsentierten ein abwechslungsreiches Programm und einen bunten Reigen von Mozart bis Maffay. Viele Besucher aus nah und fern sowie Vertreter von Musik und Politik waren ins vereinseigene Kulturhaus nach Buchbach gekommen, um ihre Aufwartung zu machen.

"Carpe diem - Lebe den Tag", mit diesem Stück von Alexander Pfluger eröffnete die Blaskapelle ihr Jubiläumskonzert. Die Zweite Vorsitzende Christina Fröba blickte nochmals auf das 100. Jubiläum an Pfingsten 2011 mit einem Kreismusikfest zurück und ließ die Höhepunkte Revue passieren. Sie lud alle zum anstehenden Musikfest vom 12. bis 15. August ein.


Elfjähriger moderiert

Überrascht wurden die Besucher dann vom Moderator des Abends: dem elfjährigen Paul Keim. Als ob er noch nie etwas anderes gemacht habe, erklärte er professionell so manches Musikstück, hatte humoristisch hinterlegte Informationen parat, informierte auch mal sachlich und verblüffte bei so manch sprachlich schwierigem Ausdruck oder Namen. Und so leitete er zur Jubiläumspolka über, die der Buchbacher Holger Mück im Arrangement von Alexander Pfluger für die Musikanten geschrieben hat. Und wie könnte die in Buchbach wohl anders lauten als: "Laurentiuspolka", Namenspatron des Buchbacher Gotteshauses.

Bürgermeister Klaus Löffler freute sich über die junge und frische Art, in der Paul Keim lebendig die Moderation ausführte. In den 105 Jahren waren viele Menschen engagiert, unter anderem beim Kulturhausbau.
Stolz und dankbar zeigte er sich über "meine Blaskapelle", die als Botschafter der Gemeinde weit über Landkreisgrenzen hinaus den Namen der Gemeinde getragen habe. Gastkapellen aus dem In- und Ausland hatten deshalb Buchbach schon ihre Aufwartung gemacht.

Die Dudelsackpolka mit den Solistinnen Tina Weigelt (Querflöte) und Christina Fröba (Klarinette) erntete viel Applaus.

Wolfgang Müller, der Kreisvorsitzende des Nordbayerischen Musikbundes, stellte fest, dass Musik Menschen verschiedenen Alters und verschiedener Länder verbindet. Ein Kreismusikfest bei einem 105-jährigen Bestehen sei vielleicht außergewöhnlich, jedoch wollte man damit der Jugendförderung im musikalischen Bereich Rechnung tragen.

In diesen 105 Jahren habe man Höhen und Tiefen, aber auch Rückschläge wie die Weltkriege, verkraften müssen. Insbesondere nach dem Krieg fand man äußerst schwierige Bedingungen vor. Nur dem Durchhaltevermögen von Idealisten, die sehr heimatverbunden waren, ist zu verdanken, dass die Musik erhalten blieb.


Musizieren statt randalieren

Der Musikverein fördere das gesellschaftliche Zusammenleben und bereite den Menschen viel Freude. Was wäre Buchbach ohne die "Lustigen Musikanten", die mit ihrem Dienst eine unbezahlbare Bereicherung der Dorfgemeinschaft darstellten? Wolfgang Müller erinnerte an besondere Idealisten, welche die Blaskapelle prägten: Franz Löffler und Baldwin Fröba. Die Blaskapelle Buchbach verfüge über einen intakten Verein, dem die Nachwuchsförderung am Herzen liege. Im Verein lernten Kinder und Jugendliche soziales Verhalten, Gemeinsinn und Zusammenhalt. Sein Spruch dazu: "Lieber musizieren als randalieren!" Er gab der Hoffnung Ausdruck, dass der Verein im Sinne der Vorgänger weitergeführt werde.

Vier Nachwuchsmusikerinnen überreichte er den Mitgliedsstecker des Nordbayerischen Musikbunds (NBMB), mit denen er Kristin Fröba, Emely Hoff, Jule Renner und Leonie Renner als Musikerinnen in den NBMB aufnahm. Jugendbetreuerin Katharina Frauenhofer gratulierte mit Vorsitzendem Horst Büttner Noah Löffler und Nadja Fröba zur bestandenen D-1- Prüfung.

Den zweiten Teil des Abends eröffnete die Jugendblaskapelle Buchbach unter Leitung von Horst Büttner. Sie bot moderne Weisen wie auch Polkas dar. Die "Lustigen Musikanten" der Blaskapelle Buchbach rundeten einen glanzvollen Abend mit bekannten Melodien von Mozart bis Maffay ab. Mit stehenden Ovationen wurden zwei Zugaben vorgetragen, die den Konzertabend im Kulturhaus in Buchbach abschlossen.