Als "Erfolgsstory, die viel Ausdauer und Engagement benötigt hat", bezeichnet Leiter Hans Löffler die Entwicklung des Jugendbildungshauses Am Knock in Teuschnitz. Und dass es tatsächlich eine Erfolgsstory ist, beweisen die drei Jubiläen, die der Knock (www.knock.de) in diesen Tagen feiern kann.
Vor genau 20 Jahren war die erste Gruppe zu Gast im damals neu gebauten Jugendbildungshaus. Außerdem darf sich der Knock im Oktober über die 200 000. Übernachtung und das zehnjährige Bestehen des Projektes "Robuste Kids" freuen. "Ich finde es immer wieder faszinierend, wie sich das Haus in den letzten 20 Jahren entwickelt hat - sowohl baulich als auch inhaltlich", sagt Löffler, der von Anfang an dabei war, davon die ersten zwei Jahre auf der Baustelle.1996 war der Neubau fertig, er wurde 1997 offiziell eingeweiht.
Wenn Löffler an diese ersten Jahre zurückdenkt, spricht er von vielen Herausforderungen - finanzieller, personeller und baulicher Art. Aber auch von der großen Begeisterung, mit der viele junge Menschen mit angepackt und den Knock Stein für Stein aufgebaut hätten. "Die Jugendlichen wurden von Anfang an miteinbezogen - zuerst beim Bau und dann natürlich auch inhaltlich. Bis heute ist es uns wichtig, dass junge Menschen ihre Ideen und Gedanken einbringen. Viele entwickeln so über Jahre hinweg eine Beziehung zu ,ihrem‘ Knock, kommen immer wieder und unterstützen das Haus später als Erwachsene immer noch", nennt Löffler einen Grund für den Erfolg des Jugendbildungshauses.
Die Entwicklung des Knocks lässt sich besonders an den Zahlen ablesen (siehe Box). Auch inhaltlich hat sich einiges verändert. Hans Löffler ist es wichtig, "flexibel zu bleiben und immer wieder darauf zu schauen, was junge Menschen in unserer Region heute brauchen und welche Wünsche sie haben". Gab es so am Anfang vor allem unterstützende Angebote für junge Menschen im Übergang von der Schule zur Ausbildung oder zum Beruf, kamen mit den "Robusten Kids" 2006 die Themen gesunde Ernährung und Bewegung als weitere Schwerpunkte hinzu.Schließlich dient auch der Heilige Franz von Assisi immer wieder als Orientierung für die inhaltliche Ausrichtung des Knocks - im Hinblick auf dessen Gedanken zu einem einfachen Lebensstil etwa, Gemeinschaft, dem geschwisterlichen Umgang mit der Schöpfung oder der Frage, wo junge Menschen in der Kirche ihren Platz finden können.
Fester Bestandteil des Angebots sind außerdem die Tage der Orientierung für Schulklassen und das jeweilige Jahresprogramm mit Veranstaltungen wie Zeltlager, Spiele-Wochenenden oder "Äktschntagen".
Ein Grund, sich auszuruhen, sind die 20 Knock-Jahre für Löffler jedoch noch lange nicht. Vielmehr hofft er, dass sich das Haus immer weiter entwickeln darf und dass es keinen Stillstand gibt. Was er sich außerdem für die Zukunft wünscht? Löffler überlegt nur kurz: "Dass es immer wieder Menschen gibt, fürdie der Knock ein bisschen Heimat wird, wo sie sich wohlfühlen und zu sich selbst kommen können. Dass das Haus weiter ein Ort bleibt, wo Glaube gelebt und christliche Gemeinschaft erfahrbar werden kann, wo Menschen ihre Ideeneinbringen können und wo nie das Bemühen aufhört, einen Platz für junge Menschen in dieser Kirche zu finden."


Der Knock in Zahlen


Waren es 1996 vier Mitarbeiter, so sind es heute 23 Personen, die hauptberuflich am Knock arbeiten, darunter zwei Auszubildende und jedes Jahr zwei junge Menschen, die ein Freiwilliges Soziales Jahr machen. 12 500 Übernachtungen kann das Jugendbildungshaus inzwischen durchschnittlich imJahr verzeichnen. 40 Betten gab es in den Anfangsjahren, heute sind es 69. Dazwischen liegen zwei große Bauabschnitte, in denen das Haus erweitert und modernisiert wurde. red