Redakteure des Fränkischen Tags werden Ihnen dabei Rede und Antwort stehen. Gemeinsam mit Bürgermeister Wolfgang Beiergrößlein und den örtlichen Stadträten, Vereinsvorsitzenden und Bürgern können die Fischbacher Themen erörtert werden.
Fischbach, genauer gesagt der Weiler Tauschendorf, wurde erstmals in einem Verzeichnis der Zinseinkünfte des Klosters Langheim 1294 erwähnt. Damals - davon gehen Heimatgeschichtler aus - hat es aber wahrscheinlich auch schon erste Ansätze von Fischbach selbst gegeben, wie es in einem Beitrag in der Festschrift der Freiwilligen Feuerwehr aus dem Jahr 2000 heißt.
Von Fischbach selbst ist zum ersten Mal 1325 die Rede. Unter dem Amt "Steinach" (gemeint ist Stadtsteinach) ist ein Ort "vischbach" eingetragen. Damals war der heutige Stadtteil nicht dem nahe gelegenen Kronach unterstellt, sondern dem viel weiter entfernten Stadtsteinach.
Die Abhängigkeit Fischbachs vom Amt Stadtsteinach lässt sich durch das ganze Mittelalter hindurch bis ins 19. Jahrhundert verfolgen. Spuren der ehemaligen Zugehörigkeit sind heute noch zu finden - so in der Benennung von Vorder- und Hinterstöcken, denn die bekommt nur aus Stadtsteinacher Perspektive richtige Deutung.
In Fischbach waren es drei Geschlechter, die nacheinander fast noch ein halbes Jahrhundert als adelige Grundherren fungiert haben.
Das waren zunächst die Herren von Waldenfels (ab etwa 1450), dann ab ca 1600 die Herren von Guttenberg - und schließlich von 1738 an die Herren von Reitzenstein. Sie bewohnten mit ihren Familien zwei Schlösser, von denen das "obere" gleich neben der Kirche heute noch besteht. Es war markgräflich-bayreutherisches Lehen, während das untere Schloss als fürstbischöflich-bambergisches Lehen bestand. Aus den oben genannten Geschlechtern gingen insgesamt 24 Amtsträger hervor.
Das erste Schulhaus wurde 1755 erbaut. Fischbach war sogar kurzzeitig bei Preußen, kam dann aber 1805 zum Kurfürstentum Bayern. Eine freiwillige Feuerwehr wurde dort 1874 gegründet, zwei Jahre später wurde ein Standesamt eingerichtet. 1920 kam das elektrische Licht, 13 Jahre später wurde die Straße nach Wüstbuch gebaut.
1972 schlossen sich die beiden Gemeinden Wötzelsdorf und Fischbach zusammen, weil sie so ihre Eigenständigkeit erhalten wollten. Allerdings erfüllte sich dieser Wunsch nicht - stattdessen votierten 75 Prozent für einen Anschluss an Kronach, damit schied die Alternative Marktrodach aus.