Die Marktplatz- Neugestaltung geht gut voran. Der Ortskern von Rothenkirchen und insbesondere das Marktplatz-Areal mit Durchfahrt zur Badstraße sind zurzeit eine einzige Baustelle. Auch gegenüber vom Marktplatz auf dem sogenannten Suffa-Gelände, am Hotel Hansveit, gingen die Bauarbeiten zur Neugestaltung der Ortsmitte von Rothenkirchen zügig voran, informierte Bürgermeister Hans Pietz (FW). Bei einer Baustellenbegehung informierte der Leiter des Bauwesens im Markt Pressig, Andreas Schorn, dass es jetzt sozusagen Halbzeit in der Neugestaltung des Platzes sei. Es seien dabei etwa eine halbe Million Euro investiert worden.

Die Baufirma komme trotz unvorhergesehener Schwierigkeiten, wie versteckte Bauwerke, schlechte Bodenverhältnisse und nicht vorhersehbare Altlasten im Boden, gut voran und liege mit den Arbeiten im Zeitplan.
Der neue Parkplatz - überwiegend auf dem ehemaligen Suffa- Areal - ist bis auf die Asphaltierung der Zufahrt fertiggestellt. Die zentrale Marktfläche ist mit Granitplatten aus dem Bayerischen Wald ausgelegt und fertig. Das heißt, die Rothenkirchener Biertage können, wie alle Jahre zuvor, auf dem Marktplatz abgehalten werden.
Nach den "Biertouch"-Festtagen wird dann die vorbeilaufende Badstraße angegangen. Auch die Haupt-Ortsdurchfahrt, die Kreisstraße 9, wird in dem Zusammenhang verlegt und die starke Kurve dadurch etwas entschärft. Sie soll in zwei Wochen halbseitig abgeschlossen und asphaltiert werden, und danach wird die zweite Straßenhälfte ausgebaut.

Verlegung der Kreisstraße wirkt sich günstig aus

Durch die Verlegung der KC 9 konnte der Platz für das Kriegerdenkmal etwas nach vorne zur Straße hin verlegt werden, wodurch der Marktplatz etwas mehr Freiraum bekommt. Das Kriegerdenkmal wurde ebenfalls saniert und befindet sich noch beim Restaurator, während der neue Sockel bereits sichtbar ist. Bis zum Volkstrauertag am 15. November soll das sanierte Kriegerdenkmal aufgestellt und auch die übrigen Arbeiten inklusive Bepflanzungen entlang des Marktplatzes sollen dann abgeschlossen sein. Bis dahin soll ein Wasserbecken mit Wasserspiel in Betrieb genommen werden. Früher hat es ein solches Becken schon einmal auf dem Marktplatz gegeben.
  
Hohe Planungskosten

Schorn erinnerte an den Architektenwettbewerb, der auf Anordnung der Regierung von Oberfranken im Zuge der Städtebauförderung ausgeschrieben werden musste und aus dem das Büro Latz + Partner, Landschafts Architekten und Stadtplaner aus Kranzberg, im März 2013 als Sieger hervorgegangen waren. Nicht alle, die von Vereinen und Gemeinderat sowie von der Verwaltung vorgeschlagenen Ideen konnten dabei Verwirklichung finden. "Die Gesamtkosten wurden auf 1,6 Millionen veranschlagt, worin alleine 300 000 Euro Planungskosten enthalten sind, das ist eine immense Summe", merkte der Bauamtsleiter an.

Einige kleine Planungsfehler, aber auch zusätzliche Wünsche des Marktgemeinderates in Sachen Platzausstattung wie zusätzliche Beleuchtung hatten die Kosten erhöht. Insgesamt wurden bisher die Baukosten um rund zwei Prozent überschritten, was aber auch mit Altlasten auf dem Suffa-Gelände zusammenhängt. So wurden eine Jauchegrube entdeckt, die mit kontaminierten Schlamm gefüllt war, sowie Güllebehälter). Diese Altlasten waren während der Erdarbeiten aufgetaucht und mussten entsorgt werden.

Grün soll das Gelände aufwerten

Auf dem ehemaligen Suffa- Gelände und darüber hinaus entsteht in Verlängerung des Marktplatzes ein weiteres Freizeitareal, welches mit Grün ausgestattet wird. Auf diese Weise sollen 24 Parkplätze entstehen.
Im nächsten Jahr soll es dann mit einer erweiterten Ortskernsanierung in der Badstraße weitergehen, das ist aber, nach Aussage von Bauamtsleiter Schorn, in der Vorgehensweise noch nicht endgültig spruchreif. Zumindest fiebert man nun einer ersten Bewährungsprobe des neuen Marktplatzes mit der Abhaltung der "Ruotnkernge Biertouch" entgegen, denn zur Durchführung dieser Veranstaltung, verbunden mit der St. Bartholomäus-Kirchweih, muss allerlei Technik angeschlossen werden.