Am kommenden Samstag, 1. September, findet die 67. Friedenswallfahrt nach Neuengrün statt. Dazu laden der Dekanatsrat Kronach und der Dekanatsrat Teuschnitz sowie die Kuratiegemeinde Neuengrün-Wolfersgrün ein.
Das Gnadenbild von Neuengrün wird bei der Lichterprozession mitgetragen. Nach einer mündlichen Überlieferung soll es unmittelbar in der Zeit vor der Reformation von einem unbekanntem Meister geschaffen worden sein. Da das Jesuskind große Ähnlichkeit mit dem bekannten Prager Jesulein aufweist, sprach man die Statue einem böhmischen Bildschnitzer zu. Diese Ansicht hielt sich von Anfang an bis in unsere Zeit.
In den zurückliegenden 66 Jahren kamen zu der jährlichen Friedenswallfahrt Tausende von Menschen, die alle gestärkt und in großer Dankbarkeit die Gebetsnacht von Neuengrün erlebten.
Seit 63 Jahren wandert die Friedensstandarte von Gemeinde zu Gemeinde. Im vergangenen Jahr wurde sie vom Kreisverband der Bayerischen Kameradschafts- und Soldatenvereinigung im Landkreis Kronach übernommen und heuer wird sie an die Krieger- und Soldatenkameradschaft Friesen übergeben. Bei der Übergabe wird versichert, dass jeden Monat eine Friedensgebetsstunde abgehalten wird. Inzwischen fanden 750 Betstunden statt.
Am kommenden Samstag um 18 Uhr werden die Wallfahrer am Ortseingang vom Musikverein Friesen abgeholt und ziehen zur Kirche. Nach der Begrüßung durch Pater Jan Poja erfolgt die Übergabe der Friedensstandarte. Nach drei Betstunden findet die Lichterprozession mit Monsignore Rüdiger Feulner zum Friedenskreuz oberhalb des Dorfes statt, wo der Wortgottesdienst mit Predigt abgehalten wird. Anschließend ist auf dem Dorfplatz die Eucharistiefeier mit mehreren Geistlichen. Während der Betstunden besteht auch die Möglichkeit zur Beichte. Viele Gläubige aus dem gesamten Frankenwald werden am kommenden Samstag in Neuengrün erwartet.