Die Gemeinde Weißenbrunn hat nun eine Asylbeauftragte: Beate Witthauer. Dies teilte Bürgermeister Egon Herrmann (SPD) eingangs der Gemeinderatssitzung am Dienstag mit. Die auch sonst am Gemeindeleben interessierte und ehrenamtlich engagierte Allgemeinärztin stelle sich dieser Aufgabe und Herausforderung.



Dezentral unterbringen

Bisher sind in Weißenbrunn, im Gemeindeteil Thonberg, fünf Asylbewerber aus Afghanistan und Irak in Privatwohnungen untergebracht. Es sei mit dem Zuzug weiterer Asylbewerber nach Deutschland zu rechnen, sagte Herrmann und berichtete, dass Landrat Oswald Marr (SPD) in einer Bürgermeisterdienstversammlung Anfang August alle Gemeinden des Landkreises Kronach gebeten habe, bei der dezentralen Unterbringung von Flüchtlingen im Rahmen ihrer jeweiligen Möglichkeiten Unterstützung zu leisten.

Bei der Betreuung der Asylbewerber vor Ort seien das zuständige Landratsamt sowie die aufnehmende Gemeinde auf die Unterstützung von ehrenamtlichen Helfern angewiesen. Besonders hilfreich habe sich in vielen Kommunen in Deutschland die Bestellung eines Asylbeauftragten erwiesen.

Genau dies hat der Gemeinderat Weißenbrunn in seiner Sitzung am 18. August einstimmig beschlossen. Bürgermeister Egon Herrmann nahm daraufhin Kontakt mit der Allgemeinmedizinerin Beate Witthauer auf, denn sie hat bereits Erfahrungen in der Flüchtlingsbetreuung in der Gemeinschaftsunterkunft in Mitwitz sammeln können.

Im Namen der Gemeinde dankte der Bürgermeister Beate Witthauer für ihre Bereitschaft, die Aufgabe als Asylbeauftragte zu übernehmen. Seitens der Gemeinde sicherte er jegliche Unterstützung zu. Ihre Aufgabe wird es unter anderem sein, gegebenenfalls weiteren ehrenamtlichen Helfern den Flüchtlingen als Ansprechpartnerin zu dienen, damit sie in ihrem neuen Lebensumfeld eine begleitende Orientierung finden.


Mangelhafte Beschichtung

Bauamtsleiter Jürgen Fenner informierte über den Stand der Nacharbeitungen an den Filterkesseln im Wasserwerk. Diese wurden deinstalliert und ins Werk zur Überarbeitung gebracht. Sie sollen am 13. Oktober wieder angeliefert und im Wasserwerk installiert werden. Grund für die Überarbeitung waren Blasenbildungen, die auf eine mangelhafte Beschichtung bei der Herstellung des Drei-Schichten-Aufbaus zurückzuführen seien, informierte Werksleiter Günter Rehlein von der Fernwasserversorgung Oberfranken (FWO). Der Fehler werde behoben, der Gemeinde Weißenbrunn entstünden keine Kosten.

Damit der Baubeginn zur Dachsanierung der Grundschule Weißenbrunn zum 2. November wie geplant beginnen kann, wurden die Arbeiten an die Firma Wagner, Küps, vergeben. Sie hatte das wirtschaftlich güns tigste Angebot in Höhe von 45 793 Euro abgegeben. Zum Schutz gegen herabfallende Ziegel wurde - rechtzeitig vor dem Schulanfang - ein Schutz- und Arbeitsgerüst installiert.

Weil mehrere Gemeinderäte das Angebot in Höhe von über 23 000 Euro für die Hydranten erneuerung in Gössersdorf als überhöht empfanden, soll nach einhelliger Auffassung des Gremiums eine neue Ausschreibung erfolgen und dabei schon im Vorfeld mögliche Einsparungen berücksichtigt werden. Es handelt sich hierbei um zwei Oberflurhydranten und einen Unterflurhydrant, an denen von der Freiwilligen Feuerwehr Gössersdorf Mängel entdeckt wurden, die somit im Winter nicht mehr genutzt werden können.

Die FWO hatte festgestellt, dass eine Reparatur aufgrund des Alters nicht mehr möglich ist und empfahl eine Auswechslung. In der Sitzung vom 14. April hatte der Bau- und Umweltausschuss beschlosen, die Hydranten zu erneuern.

Dem Bauantrag der Fahrzeug- und Immobilienverwaltung auf Neubau und Erweiterung einer Lagerhalle in Hummendorf wurde das gemeindliche Einvernehmen erteilt. Kein Ratsmitglied stimmte dagegen. Die geplante Lagerhalle soll mit einer Nutzfläche von 492 Quadratmetern auf einer Fläche von 27 Metern Länge, 20,30 Metern Breite und 6,70 Metern Höhe erstellt werden. Die Halle soll für dringend benötigte zusätzliche Lagerkapazitäten der Firma Sitec genutzt werden.