Im Kronacher Ortsteil Vogtendorf wurde bei der Bürgerversammlung Claudia Wellach zur neuen Ortssprecherin gewählt. Bereits im Vorfeld hatten 112 Bürger einen Antrag eingereicht, um einen Ortssprecher zu wählen. Die von Heidi Witterauf vorgeschlagene Claudia Wellacher erhielt als einzige Kandidatin in geheimer Wahl 33 der insgesamt 35 abgegebenen Stimmen. Auf den ehemaligen Stadtrat Michael Hennings entfielen zwei Stimmen.

Bürgermeister Wolfgang Beiergrößlein beglückwünschte die neue Ortssprecherin und freute sich auf eine gute Zusammenarbeit im Stadtrat. Der Höfleser Altbürgermeister Manfred Schuberth überreichte einen Blumenstrauß.

Vor der Wahl hatte Bürgermeister Beiergrößlein auf die Geschehnisse in der Kreisstadt und in Vogtendorf zurückgeblickt. Der Stadtrat habe eine deutliche Anhebung der Mittel für den Straßenunterhalt beschlossen. "Uns ist bewusst, dass es vielerorts Probleme mit schlechten Straßenzuständen gibt", so Wolfgang Beiergrößlein.

In Vogtendorf bedürfen die Alte Heeresstraße samt Zufahrt zum Schützenhaus, einschließlich der Stichstraße oder der Flurweg vom Schützenhaus zu den Oberen Allern einer grundlegenden Sanierung. Diese Maßnahmen mussten aus Kostengründen aber bisher immer wieder zurückgestellt werden.

In Vogtendorf wurde der Containerstellplatz an der Gemeindeverbindungsstraße Vogtendorf-Höfles umgebaut, eine Sitzbank im Umgriff des Mühlbachwehres ersetzt und eine Schwelle in der Rodach ebenfalls im Bereich des Mühlbaches erneuert.

WC-Anlage wird saniert

Derzeit laufen die Planungen für die Sanierung der WC-Anlagen im Erdgeschoss des ehemaligen Schulhauses. Die Arbeiten sollen im Frühjahr 2015 erledigt werden. Mittelfristig soll die dort befindliche Wohnung an die Zentralheizung angeschlossen, das Bad saniert und der Innenhof mit einem neuen Pflasterbelag versehen werden.

Bei der ehemaligen Gemeindekanzlei sind auf lange Sicht Instandhaltungsmaßnahmen an der Fachwerkfassade und im Dachbereich nötig, wobei ganz grundsätzlich eine Nutzung für das Gebäude wünschenswert wäre. Für das Feuerwehrhaus ist ein neuer Fassadenanstrich angedacht, sagte der Bürgermeister.

Derzeit arbeite man an innovativen Betreuungskonzepten für die ältere Generation, beispielsweise gemeinsam mit dem Caritas-Kreisverband mit der Umsetzung des Projekts "In der Heimat wohnen", sagte der Bürgermeister, der darauf hinwies, das Kronach nun Fachhochschulstadt werde.

Der Weg ist frei

Nach der Klärung der Grundstücksfrage sei der Weg frei für die Verlagerung eines Teils des in Oberbayern angesiedelten Fachbereichs Finanzwesen der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung und Rechtspflege. Nun gelte es, die planerischen Voraussetzungen zu schaffen, damit der Spatenstich im Jahre 2016 erfolgen könne. "Das ist ein sportliches und ehrgeiziges Ziel", so Beiergrößlein.

In der Bürgerfragestunde erkundigte sich Roland Witterauf nach dem Stand der Ortsdurchfahrt Kreisstraße Vogtendorf in Richtung Fischbach. Werkleiter Peter Maas erklärte, dass man als Stadt kein Baulastträger sei und es auch keine wirtschaftlich umsetzbare Lösung gebe. Als nicht realisierbar bezeichnete er eine vor Jahren gefertigte Vorskizze für eine Umgehung.

Er bezweifelte, ob es in den nächsten vier bis fünf Jahren eine vernünftige Lösung geben werde. "Wir fragen nochmal nach. Straßenbaulastträger ist der Landkreis". Die Maßnahme sei aber bei der Prioritätenliste des Kreistages weit hinten, meinte der Bürgermeister.

Joachim Blinzler fragte nach, ob der Kreis auch Baulastträger für einen Radweg wäre und regte an, hier eine Minimallösung zu finden. Thomas Wachter regte an, eine Eiche an der Auffahrt zum Schützenhaus zurückzuschneiden. Peter Maas sagte zu, sich den Baum anzuschauen.

Zudem fragte er nach, wann der "Sprunghügel" am Krautsberg beseitigt werde. Die Schwelle sei auf Wunsch von Bürgern eingebaut worden, erklärte der Bürgermeister. Alexander Wellach betonte, dass die Schwelle ihren Dienst zur Verkehrsberuhigung gut erfülle.

Geschäftsleitender Beamter Stefan Wicklein erklärte, die Schwelle sei ein gutes Beispiel dafür, wie unterschiedlich die Bürgerinteressen gelagert seien.

Auf mehrere Punkte ging Ludwig Jakob ein. Er sprach die Ortsdurchfahrt an und wies darauf hin, dass nur zwei der acht betroffenen Anlieger in eine Grundstücksabtretung eingewilligt haben. Michael Hennings schlug vor, Einzelmaßnahmen an verschiedenen Stellen vorzunehmen, nämlich dort, wo die Anlieger schon zugesagt haben.

Kurven sollten breiter sein

Ludwig Jakob wies darauf hin, dass die Vogtendorfer schon zufrieden wären, wenn die drei Kurven im Ort etwas breiter wären. Gabriele Hofmann gab zu bedenken, dass eine Verbreiterung den Schwerlastverkehr anlocken würde. Peter Maas erklärte, dass es wichtig sei, eine Lösung für Fußgänger und Radfahrer zu schaffen.

Ludwig Jakob regte zudem an, einen Graben an der Auffahrt zum Schützenhaus mit Rasengittersteinen zu befestigen. Auch wies er darauf hin, dass eine Betonsanierungsmaßnahme an der Brücke zwischen Höfles und Vogtendorf notwendig sei. Peter Maas bestätigte diese Notwendigkeit, welche im nächsten Jahr angegangen werden soll.

Joachim Blinzler als Vorsitzender der Feuerwehr lobte die geplanten Sanierungsmaßnahmen in der alten Schule. Man habe nunmehr ein angemessenes Domizil in der Schule.

Den Flurweg vom Kriegerdenkmal in Richtung Obere Allern sprach Cornelie Schreiber an. Sie meinte, dass der Weg bisher immer von Landwirten selbst hergerichtet wurde. Nachdem im letzten Jahr die Stadt Bäume entlang des Weges gefällt hatte, sei man nun nicht mehr bereit, sich um den Weg zu kümmern.

Roland Zottmann wies hierzu darauf hin, dass es im letzten Jahr viele Ereignisse gegeben habe, die zu dem starken Wasseranfall geführt haben.