Die Stadträte von Burgkunstadt waren der Meinung, dass Mainroth und Gärtenroth nicht die Belastung haben sollten, während andere den Profit hätten. Das berichtete der Hainer Helmut Schiffner, der den Widerstand der Bürger gegen den Windpark Hain-Ost koordiniert.

Damit steht MVV Energie erneut ohne eine gesicherte Wegeverbindung zur Baustelle für die Windräder da. Die fünf Anlagen sollen bis Ende Juni 2016 errichtet sein. Bereits vorher war die vorgesehene Zuwegung von der Bauschuttdeponie Kirchleus über die "Sieben Fuhren" auf den Rainberg gescheitert, weil einzelne Waldbesitzer ein Veto eingelegt hatten.

Die Mannheimer Windradbauer, die einen genehmigten Plan für fünf Windräder auf dem Rainberg in der Nähe des Küpser Ortsteils Hain und des Weißenbrunner Ortsteils Wildenberg haben, wollten daraufhin die schweren Teile für die fünf je rund 200 Meter hohen Windräder mit Schwertransportern und Spezialfahrzeugen von Mainroth über Gärtenroth und den Spitzberg zum Rainberg bringen. Alle anderen Fahrzeuge, darunter auch Hunderte von Betonmischern und Lastern mit Schotter für die bis zu acht Meter breiten Wege und die Kran aufstellflächen, sollten "von Norden" her zur Baustelle gebracht werden. Die genaue Route wurde jedoch bislang nicht mitgeteilt. Dem Vernehmen nach sollte das von der Straße zwischen Wildenberg und Hain aus erfolgen.

Die nicht gesicherte Wegeverbindung ist nicht das einzige Ungemach für MVV Mannheim. Nachdem die Klage des Marktes Küps gegen die Genehmigung der Windräder gescheitert ist, hat der Landesbund für Vogelschutz Klage eingereicht und darum gebeten, dass erst die Brutperiode 2016 für Uhu, Schwarzstorch, Roten Milan und Wespenbussard abgewartet wird, bevor gebaut wird. Diese geschützten Arten wurden von Naturschützern auf dem Rainberg beobachtet, eine vorherige Kartierung für nicht vollständig erklärt.
Waldbesitzer auf dem Rainberg sehen den Bau der Windräder mit ganz anderen Augen. Der wegemäßig sehr schlecht erschlossene Rainberg würde, ohnen dass ihnen dabei Kosten entstehen, besser zugänglich gemacht, weil befestigte Fuhren durch MVV Mannheim errichtet würden. Zurzeit laufen auf dem Rainberg umfangreiche Fällarbeiten, weil die Flächen für die Kranstellflächen an den Windrädern und die Wegeverbindung von Bäumen und Bewuchs freigemacht werden.