Mit einer "Blitzentscheidung" reagierte man in der vergangenen Woche auf die angekündigte Kürzung der Einspeisevergütung für Solarstrom. Bereits im vergangenen Jahr hatte sich der Gemeinderat intensiv mit einer Photovoltaikanlage auf dem Dach der Schule - die derzeit generalsaniert wird - befasst. Nachdem der Gemeinde aus finanziellen Gründen eine Anschaffung, obwohl diese über einen längeren Zeitraum wirtschaftlich zu betreiben ist, nicht möglich war, entschloss man sich für eine Bürgeranlage. Geplant war, diese nach dem Winter im ersten halben Jahr zu installieren. Dann kam es zur Überraschung: Nach den Vorstellungen der Bundesregierung soll die Einspeisevergütung binnen kürzester Zeit drastisch gesenkt werden. Niemand konnte damit rechnen, dass bereits der 9. März als Stichtag für eine Reduzierung ins Auge gefasst wird. Auf Grund der bereits fortgeschrittenen Planungen war es unter der Mithilfe aller möglich, binnen weniger Tage die Anlage in Nordhalben zu verwirklichen. Bürgermeister Josef Daum rief kurzfristig den Gemeinderat zu einer Sondersitzung zusammen. Noch am gleichen Abend trafen sich die interessierten Bürger mit dem Betreiber der Anlage und machten die Verträge perfekt. Sage und schreibe vier Tage später, nämlich am vergangenen Samstag wurden die Solarmodule montiert und die Anlage ist seitdem als betriebsbereit gemeldet. Parallel dazu hatte man bereits die Verkabelung der Anlage, was aufgrund der derzeitigen Umbaumaßnahme in der Schule relativ einfach möglich war, durchgeführt. Somit sicherte man sich die alte Einspeisevergütung.