Die Faschingsfreunde Buchbach beschäftigen sich natürlich auch mit aktuellen Themen, wie dem Pflegenotstand in Deutschland. Sie zeigten den Besuchern im Kulturhaus, welche Auswirkungen finanzielle Kürzungen im Pflegebereich zur Folge haben können. Und auch da blieb kein Auge trocken, als man in Gruppen auf Pfiff von Pflegerin Ulrike Fröba seine "Geschäfte" erledigen musste.

Den zweifellosen Höhepunkt des Abends bot die "Ranzengarde" der Faschingsfreunde Buchbach mit dem kulturellen Hochereignis, einem Auszug aus dem Ballett "Schwanensee", dar. Deren Interpretation von "Schwanensee" hielt die Besucher nicht mehr auf ihren Stühlen und wurde begeistert gefeiert und mit großem Applaus bedacht. Die Zugabe musste folgen. Und da hatte sich die Ranzengarde für den Titel "Ein weißer Schwan..." entschieden.

Absolute Bühnenreife

In vielen Facetten und Rollen bereitete Sebastian Weigelt, der in gewohnt humoristischer Weise das Publikum begrüßte, das Publikum auf die einzelnen Beiträge vor. Dabei hatte er ausgiebige Texte einstudiert, was selbst schon absolute Bühnenreife hatte. Das Verköstigungsteam Sascha Weber und Toni Fröba versorgten die Akteure mit der notwendigen Flüssigkeit nach deren Auftritten.

Die kleinen Faschingsfreunde, die "Faschingsfrüchtla", die in den Jahren zuvor eine flotte Sohle auf das Parkett gelegt hatten, zeigten in diesem Jahr, dass ihre Stärke auch in den Sketchen liegt und präsentierten drei Sketche. Die Bochbicher Garde der Faschingsfreunde sorgte mit ihrem "Riverdance" für Begeisterung und eine Zugabe durfte nicht fehlen. Vanessa und Christina Becker stellten dar, wie es ist, wenn man schon "gaaanz lang" verheiratet ist und plauderten aus dem Nähkästchen. Die Elferratsgarde Rothenkirchen bewies einmal mehr, dass ein Gardetanz eine Augenweide ist und für donnernden Applaus und eine Zugabe sorgt.

Fluch oder Segen

Dem folgte eine Dokumentation zum Thema "Urlaub - Fluch oder Segen?", bei dem Hertha (Renate Fröba) und Herrmann (Sandra Fröba) den Erholungswert des Urlaubs hinterfragten, wobei wohl der Ehemann den eher geringen Erholungswert hat, da dieser ja die Frau umsorgt.

Nach dieser Geschichte mitten aus dem Leben wurde ein weiterer Höhepunkt des Abends angekündigt: Das Showballett der Faschingsfreunde Buchbach hatte sich dieses Jahr wieder mächtig ins Zeug gelegt. Sie hatten sich das Motto "Rock me, Amadeus" gewählt und hatten sich hierzu aufwendig kostümiert, was die Zuschauer schon zu Beginn der Aufführung zu großem Beifall bewegte. Dieser Auftritt brachte das Kulturhaus dann so richtig zum Beben und die Akteure kamen nicht um eine Zugabe herum.

Vom Pech verfolgt

Den zweiten Teil des Abends eröffnete "Friesenjung" Jörg Wachter, der vom Pech verfolgt zu sein schien. Der "Pechvogel" berichtete aus seinem wirklichen Leben und von seinem Pech, das ihn immer wieder verfolgt. Beim Beinüberschlagsketch bedurfte es so gut wie keiner Worte und doch sorgte man damit für Lachsalven im Publikum. Im "Kneipensong" erzählte Noah Löffler von seinem nächtlichen Problem, noch ein Bier zu bekommen, was kein Auge trocken ließ. Da musste er den Song noch einmal vortragen. Dass eine Pizzabestellung Probleme bereiten kann, insbesondere, wenn einer dabei nicht weiß, ob er überhaupt Hunger hat, zeigten Anna-Lena Keim und Nadja Fröba. In einem tänzerischen Topact bewiesen die Beckersch-Kids (Fabio, Vanessa und Christina Becker), welch heiße Sohle sie aufs Parkett legen können und auch sie kamen nicht um eine Zugabe herum.

Uwe Zipfel