Das Ausbaugebiet für den Breitbandausbau wurde in der Sitzung des Marktgemeinderats Nordhalben festgelegt. Es wird nur Glasfaserleitungen geben, dies ergab ein Gespräch mit den ansässigen Firmen, dann ist eine Kapazität von mindestens 100 MB möglich, die auch noch erweitert werden kann. Hier erfolgte die Zustimmung einstimmig.

Bürgermeister Michael Pöhnlein (FW) berichtete, dass Volker Gebhard vom Institut IKT eine mögliche interkommunale Zusammenarbeit mit der Nachbargemeinde Geroldsgrün und mit Bad Steben ansprach. Hierzu muss diese Gemeinde beim Breitbandausbau auf der gleichen Stufe stehen wie Nordhalben und geographisch angrenzen.

50 000 Euro mehr

Außerdem muss die Ausschreibung für den Ausbau jeweils innerhalb von zwei Monaten erfolgen. Für Nordhalben bietet so eine Konstellation nur Vorteile, so können etwa 50 000 Euro mehr Zuschüsse abgerufen werden. Der Gemeinderat sprach sich einstimmig für die interkommunale Zusammenarbeit aus und will hierzu die Verhandlungen mit Geroldsgrün und Bad Steben aufnehmen.

Ludwig Pötzinger (FW) meinte, dass das Ausbaugebiet so zugeschnitten sei, dass jeder Betrieb zufrieden sein könne.

Michael Pöhnlein informierte darüber, dass das Schreiben zum Städteumbau bezüglich Finanzierung an das Innenministerium weitergeleitet worden ist. "Ich hoffe nun auf eine positive Antwort, denn was nützen uns 80 Prozent Zuschüsse, wenn wir die restlichen 20 Prozent nicht aufbringen können und dürfen", sagte Pöhnlein.

Hans Blinzler (CSU) sprach die Berichterstattung bezüglich des Zusammenhaltes der Kommunen im Oberen Rodachtal an. Für ihn waren das "durchweg negative Schlagzeilen" für den Markt Nordhalben. Dem widersprach Pöhnlein, denn durch den Bericht der Freien Wähler habe sich gezeigt, dass es durchaus positiv zu sehen sei und es zeige, dass Nordhalben ein Eigenleben und bereits viel bewegt habe.

Zweiter Bürgermeister Gerhard Schneider (FW) war verstimmt über die Rede des Wallenfelser Bürgermeisters Jens Korn. "Wenn ihn schon jemand informiert, was hier bei uns geredet wird, so hätte er ganz einfach unseren Bürgermeister anrufen und fragen können, was da los ist."

"Viel verschlafen"

Schneider wollte unbedingt wissen, wer Korn informiert hat. Einen kurzen Disput gab es zwischen Hans Blinzler (CSU) und Ludwig Pötzinger (FW) bezüglich des Artikels in der Zeitung. Blinzler konnte das "kreative Querdenken" nicht als positive Aussage werten. "Wenn man damit nur was an die Wand fährt, ist das ganz und gar nicht positiv."

Pötzinger verwies darauf, dass im Internet die komplette Version der Stellungnahme der Freien Wähler zu lesen und auch da von einem Scherbenhaufen die Rede sei. Es sei in den letzten Jahren eben viel verschlafen worden.
Hans Blinzler (CSU) konterte, dass alle Beschlüsse in den letzten Jahren noch im alten Gemeinderat mit Zustimmung der Freien Wähler, die in der Opposition waren, erfolgten. Worauf Pötzinger meinte, in Sachen Wasser habe man immer andere Vorstellungen gehabt.

Horst Wolf (FW) sprach die schwierigen Finanzen des Marktes Nordhalben an. Man sollte doch hierauf das Augenmerk legen, sagte er. Es gehe nicht um Schuldzuweisungen sondern um eine Zusammenarbeit, um die Finanzen wieder "auf bessere Beine" zu stellen.

Rudolf Ruf (CSU) sagte im Namen der CSU- und SPD-Fraktion, dass sie bereits seien, in diesem Bereich mitzuarbeiten und ihre Ideen einzubringen - vorausgesetzt, dass dies gewünscht werde. "Wir wollen gemeinsam für Nordhalben kämpfen", sagte Ruf.

Bürgermeister Pöhnlein bekräftigte, dass man bereits an allen Ecken und Enden arbeite, um Einsparungen vornehmen zu können. "Wir ziehen doch alle an einem Strick", meinte er.
Bauantrag Firma Klaus Hänel Maschinenbau auf Anbau einer Halle wurde einstimmig befürwortet.

Plakatierung: Ausnahmen erlaubt

Geschäftsleiter Joachim Ranzenberger hat die neue Verordnung zur Regelung des Plakatwesens in Nordhalben ausgearbeitet und stellte die wesentlichen Punkte vor. Grundsätzlich ist keine Plakatierung erlaubt, jedoch gibt es Ausnahmen für Schaukästen, in Geschäften und den eigenen Grundstücken. Bei Politik-Wahlen darf auch anderweitig plakatiert werden.

Für die Vereine und Verbände in Nordhalben gilt, dass sie ihre Anschläge auch an den Plakatwänden anbringen dürfen. Diese müssen allerdings wieder ordentlich entfernt werden. Auswärtige Plakate können nur über die Firma ausgehängt werden, die die Plakatkästen an den Laternenpfählen aufhängt. Der Gemeinderat stimmte dieser Satzung einstimmig zu.