Was für ein Blickfang mitten in Rothenkirchen: 30 Blumenkästen mit jeweils vier Geranien-Stöcken, insgesamt 120 lilafarbene und rote Farbtupfer verschönern das Dorf.

Obwohl es sich dabei um öffentliche Flächen handelt und mancherorts die Blumenkästen an den Brücken mittlerweile leider leer bleiben, investiert der Verein für Gartenbau und Landschaftspflege nach wie vor alljährlich viel Geld - und die "Blumengießerinnen" viel Zeit - in die Verschönerungsaktion.

Dadurch kam in den letzten 16 Jahren ein stattlicher Betrag zusammen, was für einen Verein in einer Größenordnung mit rund 100 Mitgliedern bemerkenswert ist.

Die Gartenfreunde bepflanzen nicht nur die Blumenkästen, sondern kümmern sich auch bis zum Abbau um den Blumenschmuck - also rund sechs Monate, in denen die Blütenpracht gepflegt, abgezupft und gegossen werden muss. Bei der Pflege haben sich in den letzten Jahren besonders Ingrid Hauck sowie Helga und Anneliese Eberth hervorgetan.

"Besonders herauszuheben ist, dass dieser ehrenamtliche Einsatz ohne jegliche Aufwandsvergütung erfolgt. Deshalb ein besonderer Dank an diese ,Floristinnen' vor Ort", loben Erster Vorsitzender Georg Zinner und sein Stellvertreter Josef Beitzinger bei einer kleinen Stippvisite an den bepflanzten Brücken. Blumenschmuck ziert auch die Gartenhütte der Vereinsanlage in der Sonnenstraße.

Der Verein für Gartenbau und Landschaftspflege Rothenkirchen wurde s nach dem Krieg, Mitte der 1940er Jahre, gegründet. Nachdem er später einige Zeit brach lag, kümmert er sich h nunmehr seit 1986 - aus diesem Jahr stammt auch die Vereinssatzung - verstärkt um die Pflege sowie den Schutz von Natur und Umwelt.


Verein möchte in Entscheidungen eingebunden werden

Die beiden Vorsitzenden haben einen großen Wunsch für die Zukunft: "Als ,grünes Gewissen' der Gemeinde wäre es wünschenswert, wenn wir in punkto Ortsverschönerung bei den Entscheidungen künftig mit eingebunden werden würden", erklären Zinner und Beitzinger. Dies gelte gerade auch für die Neugestaltung der Rothenkirchner Ortsmitte. Allerdings sei dabei der Verein bei den Planungen nicht - wie in anderen Ortschaften üblich - mit einbezogen worden, sondern außen vor geblieben.

Sorgen bereitet den Gartlern die zurückgehende Mitgliederzahl. "Es fehlen junge Leute und es mangelt auch am Interesse, sich für den Verein einzubringen. Vielen älteren Mitglieder können auch keine körperlichen Arbeiten mehr zugemutet werden", wissen die beiden. Aber auch alle "passiven" Mitglieder seien ebenso eine Stütze des Vereins.

"Als gemeinnütziger Verein brauchen wir den Rückhalt in der Bevölkerung. Alle Gelder werden für unser Ziel, Gartenbau und Landschaftspflege, zu 100 Prozent verwendet", appellieren sie. Mit acht Euro Jahresbeitrag könnten auch neue Mitglieder dabei helfen.