Bereits in der Bürgerfragestunde ging Helmut Schmidt aus Au auf die Hochwassersituation ein. Er befürchtete durch den Umbau der Bundesstraße 173 Überschwemmungen. Den Damm könne man kostengünstig nicht so weit erhöhen wie er das für nötig erachtete. Er sah die Gemeinde in der Pflicht, sich gegen die Straßenbaumaßnahme auszusprechen.

Bürgermeister Herbert Schneider (parteilos) sah Handlungsbedarf für den Bereich Au, aber auch für die Unterlieger im Gebiet Gries, obwohl die Behörden keine negativen Auswirkungen in ihren Bewertungen festgestellt hätten.

Matthias Köhler vom gleichnamigen Ingenieurbüro aus Bad Steben stellte das Hochwasserschutzkonzept am Krebsbach vor. Ein Rückhaltebecken hielt er nicht für sinnvoll. Der Abfluss des Hochwassers solle an der Brücke der Staatsstraße 2200 auf einen Kubikmeter pro Sekunde begrenzt werden. Alle weiteren Hochwassermengen sollten über ein so genanntes "Entlastungsgerinne" zur Rodach geleitet werden. Rückhaltemaßnahmen seien nur dann vorgesehen, wenn sich ein Kappen der Abflussspitze kostengünstiger auf die Gesamtmaßnahme auswirken würde. Am Zapfenbach sei ein Hochwasserrückhaltebecken vorzuziehen. Dieses Konzept, das einstimmig beschlossen wurde, soll in die Planungen für die "Lerchenhoftrasse" mit einfließen.

Auch für Au soll ein Hochwasserschutz- und Rückhaltekonzept entwickelt werden, weil dieser Gemeindeteil - so wie einige andere Orte auch - von Hochwasserereignissen betroffen ist.


Aus dem Marktgemeinderat


Haushalt Bürgermeister Schneider berichtete, dass das Landratsamt den Haushalt unter Auflagen genehmigt habe.

Zuschüsse Für die Erneuerung der Fenster in der Alten Schule in Oberlangenstadt habe es hohe Zuschüsse gegeben, berichtete der Bürgermeister: 2500 Euro vom Landesamt für Denkmalpflege, 11 500 Euro von der Bayerischen Landesstiftung, 26,91 Prozent (maximal 30 000 Euro) von der Oberfrankenstiftung.

Beschwerde Drei Marktgemeinderäte hatten sich über den Bürgermeister bei der Rechtsaufsicht des Landratsamts wegen Nichtvollzugs eines Beschlusses des Marktgemeinderats beschwert. Es ging um die Wiederbesetzung der Schulleiterstelle in Johannisthal. Bürgermeister Schneider sagte, dass er den Beschluss bereits am Tag nach dem Beschluss an die Regierung von Oberfranken weitergeleitet hatte.

Dorferneuerung Im Rahmen der Dorferneuerung Theisenort sollen einige Ortsstraßen erneuert werden. Es handelt sich um die Kellergasse, die Untere Dorfstraße, die Blumenstraße sowie den Kreuzungsbereich Oskar-von Redwitz-Straße, Lehengrund und Grundstraße.

Jahresrechnung Die Jahresrechnung 2013 wurde vorgelegt. Der Verwaltungshaushalt betrug 11,6 Millionen Euro, der Vermögenshaushalt 2,1 Millionen Euro.

Telefonhäuschen Auch in Küps werden zwei Telefonhäuschen abgebaut, die seit 1971 und 1972 in Betrieb waren. Das teilte die Telekom mit und bat um Zustimmung. Ralf Pohl (SPD) meinte, man solle versuchen, mindestens einen Standort im Zentrum von Küps zu erhalten. Das würde dann ein Basistelefon sein. Der Marktgemeinderat schloss sich diesem Vorschlag an.

Freiplatz Der Markt Küps übernimmt in Zukunft die Kosten für einen weiteren Freiplatz im Feuerwehrerholungsheim, wenn ein Feuerwehrdienstleistender für 40 Jahre Dienst geehrt wird. Damit wird ermöglicht, dass der Geehrte seine Partnerin mitnehmen kann.

Abschied Verabschiedet wurden in der letzten Sitzung der endenden Wahlperiode die Marktgemeinderäte Hans Rebhan, Wolfgang Reuter (beide CSU/CSB), Uwe Böhm, Rudolf Taube (beide SPD/SDU) und Wolfgang Eckert (Freie Wähler) sowie die Burkersdorfer Ortssprecherin Monika Putz. Bürgermeister Schneider würdigte die Verdienste und das Engagement der Ratsmitglieder.