Wie Wolfgang Günther von der Verwaltung in der Stadtratssitzung am Montag in der Stadtratssitzung mitteilte, gibt es gegenüber den ursprünglichen Planungen bei den baulichen Veränderungen an den Kindergärten Friesen (Sanierung und Krippe) und Fischbach (Krippe) Mehrkosten zu verzeichnen. Als Gründe wurden unter anderem veränderte Baupreise aufgeführt.

Die Kostensteigerung in Friesen beträgt insgesamt 62 000 Euro auf nunmehr 890 900 Euro. Für die Generalsanierung (519 300 Euro) würde sich damit der Eigenanteil der Stadt um 19 170 auf 147 400 Euro erhöhen. Der Bau der Kinderkrippe schlägt mit 371 600 Euro zu Buche. Wie hoch der Anteil der Stadt ist, hängt von der Förderung ab, die noch nicht zu klären ist. Sie soll jedoch bei maximal 55 200 Euro liegen. Eine Kostensteigerung gibt es auch beim Bau einer Kinderkrippe in Fischbach, was ebenfalls auf gestiegene Baupreise zurückzuführen ist. Die Steigerung liegt bei rund 65 500 Euro. Dieser Betrag konnte letztlich unter anderem durch Umplanungen noch um rund 28 000 Euro reduziert werden. Für die Stadt bleibt damit ein Eigenanteil in Höhe von 78 300 Euro.

Einstimmig beschlossen

Die Änderungen an den beiden Kindergärten wurden vom Stadtrat einstimmig gebilligt. "Ich denke, dass wir alle das Gleiche wollen und uns unsere Kinder was wert sind", betonte Bürgermeister Wolfgang Beiergrößlein. "Es bleibt dabei. Die Betreuung der Kinder ist eine wichtige Zukunftsentscheidung", betonte Bernd Liebhardt (CSU). Dass bei einem alten Gebäude gewisse Kostensteigerungen möglich sind, sei nicht ungewöhnlich.
"Wir stehen zu unserem Beschluss", blickte Marina Schmitt (SPD) auf eine bereits getroffenen Entscheidung in der Vergangenheit zurück. "Ich denke, das wäre eine Lösung, mit der alle gut leben könnten", hatte Markus Wich (CSU) bereits vor der Abstimmung verlauten lassen.

Trotz der einstimmigen Beschlüsse wurden die Kostensteigerungen kritisiert. "Wenn man eine Steigerung von nahezu 40 Prozent hat, dann ist das immens. Das ist eigentlich schon Wahnsinn", sagte Marina Schmitt. Vielleicht hätte man das Projekt sofort angehen und auf die Container, in denen die Krippe untergebracht war, verzichten sollen.

Hans-Georg Simon (FW) stimmte die Kostenmehrung nachdenklich. "Mir ist es wichtig, dass das Geld dort ankommt, wo es hin soll, bei den Kindern. Sie sind unser wichtigstes Gut. Man müsste mal schauen, ob nicht noch Verhandlungsmasse vorhanden ist. Wir brauchen das Geld für Kinder, nicht für Architekten."

Schätzung aus dem Jahr 2010

"Es ist schade, dass sich die Kosten so vermehrt haben. Man muss aber auch sehen, dass die Kostenschätzung im Jahr 2010 erfolgt ist und die Situation damals konjunkturbedingt eine andere war", erklärte Thilo Moosmann (SPD), der sich wie Cilly Volk über den Beschluss des Gremiums freute.

Pfarrerin Alina Ellgring vom Sachaufwandsträger des Fischbacher Kindergartens bedankte sich im Namen der Kirchengemeinde für den Kompromiss, der gefunden wurde. "Ich denke, es ist für beide Seiten schwierig. Wir kommen an unsere Belastungsgrenzen. Sie dürfen versichert sein, wir kämpfen und schauen, wo man was machen kann", sprach sie die finanzielle Situation der Kirche an. "Es sind keine goldenen Wasserhähne geplant." Dennoch sei es unheimlich mühsam, den Vorschriften gerecht zu werden.