Nachdem im Sommer bereits zwei Abschnitte auf der Bundesstraße 173 in Kronach erneuert wurden, folgt nun in der kommenden Woche der dritte Bauabschnitt, der erneut eine Vollsperrung nach sich ziehen wird. In diesem Fall zwischen den Einmündungen in die Kulmbacher Straße und in die Industriestraße.
Wie Baudirektor Jürgen Woll, Leiter der Servicestelle Kronach des Staatlichen Bauamtes Bamberg, erklärte, war diese rund 100 000 Euro teure Maßnahme erst fürs kommende Jahr vorgesehen. Weil sich jedoch verstärkt Spurrinnen gebildet haben, werde der Fahrbahnbelag noch heuer Jahr erneuert. "Damit wollen wir nicht über den Winter gehen", verdeutlichte Woll ein gewisses Sicherheitsproblem.

Projektleiter Oliver Rühr sprach von einer Spurrinnentiefe von bis zu 4,5 Zentimetern. "Das ist eindeutig zu viel." Da die Straße in diesem Abschnitt nur eine geringe Längsneigung aufweise, könne das Wasser nicht ablaufen, sprach auch Rühr die Gefahrensituation vor allem bei Frost an. Die Sperrung des rund 280 Meter langen Abschnittes erfolgt ab Montag um 8 Uhr. "Die Schulbusse und Pendler kommen also noch durch", betonte Rühr. Da die beiden Kreuzungen an den beiden Enden während der Bauarbeiten befahrbar sein werden, gehen der Projektleiter und Woll nicht von allzu großen Behinderungen für den Straßenverkehr aus.
Nach der Sperrung werden sofort die Fräsarbeiten aufgenommen, die relativ unabhängig vom Wetter sind. Schwieriger wird es bei den Asphaltierungsarbeiten. Hier hoffen Rühr und Woll auf besseres Wetter. "Die Langzeitprognose sind ganz gut aus", erklärte Rühr. Frost, Schnee oder Dauerregen wären für die Bauarbeiten aber nicht gut. Deshalb behalten es sich die Verantwortlichen vom Staatlichen Bauamt vor, die Maßnahme noch kurzfristig abzublasen. Eine Entscheidung würde in diesem Fall wohl noch vor dem Wochenende fallen. Sollte alles planmäßig über die Bühne gehen, wird die Straße am Donnerstagnachmittag wieder für den Verkehr freigegeben.

Wasser fließt durch Hohlräume


Eine Vollsperrung ist deshalb erforderlich, weil ein lärmmindernder Belag aufgezogen wird, der keine Naht in der Mitte der Straße zulässt. "Dieser Asphalt hat einen großen Hohlraumgehalt. Wasser fließt dadurch nicht auf der Straße, sondern durch die Hohlräume zur Seite ab", unterstrich Rühr. Dieser Effekt kann nur erzielt werden, wenn der Belag in einer Maßnahme über die gesamte Straßenbreite aufgebracht wird.

Die Straßenteilnehmer werden gebeten, die Baustelle nach Möglichkeit weiträumig zu umfahren.