Es waren die leisen Töne, die besinnlichen Momente und die besondere Stimmung beim Wechsel der musikalischen Beiträge und der Lesung der Weihnachtsgeschichte durch das Kronacher Christkind Lara Schug. Dies alles führte die Besucher der "Fränkischen Weihnacht" in der Helios Frankenwaldklinik weit weg vom hektischen Treiben in der Adventszeit und lenkte die Sinne wieder auf die Botschaft des Festes. So formulierte es Klinikseelsorger Pater Wladyslaw Poddebniak.

Während der "Fränkischen Weihnacht" wechselten sich die Stubenmusik Rothenkirchen, die Kronicher Maala, die Haache Stöckraache und die Blaskapelle Neufang, mit ihren Musikstücken ab. Vorgebracht wurden Lieder wie "Lasst uns ihr Leut a Liedla sing", "Große Freude", "Wer klopft an" oder "Freuet Euch".


Pater Poddebniak sprach von einer hektischen Zeit, von ungeduldigen Menschen, von einem Gedrängel in den Supermärkten, an Bahnhöfen. Der Sinn der Advents- und Weihnachtszeit, auf die Wiederankunft Jesu zu warten und auf die Spuren Gottes zu kommen, gehe dabei verloren.

"Manche flüchten bewusst in Stress und in Hektik, damit sie sich nicht mit sich selbst befassen müssen." Der Klinikseelsorger riet, trotz des Alltags manchmal inne zu halten. "Laden Sie sich selbst zu einer Tasse Kaffee ein, um sich selbst kennen zu lernen!"

Der Geschäftsführer der Helios-Frankenwaldklinik, Florian Aschbrenner, stellte die Mitwirkenden vor. Er müsse sich erst noch in das "Oberfränkische" einfinden, meinte er, als es dabei mit Dialektwörtern wie "Haache Stöckraache" noch nicht so recht klappen wollte.

Er wies darauf hin, dass die Fränkische Weihnacht mittlerweile seit mehr als 20 Jahren Tradition in der Klinik sei, und das solle auch so bleiben. Die Kapelle in der Helios-Frankenwaldklinik war bis auf dem letzten Platz gefüllt.
Die Veranstaltung wurde in alle Zimmer übertragen, so dass auch die Patienten der Klinik die Darbietungen am Bildschirm mitverfolgen konnten.