Das 1500 Personen fassende Zelt steht bereits. In jeder Ecke und in jedem Winkel wird gewerkelt. Die rund 30 fleißigen Helfer erledigen die letzten Arbeiten für den Zeltaufbau für das Fischbacher Sommernachtsfest, das am kommenden Wochenende stattfindet.

Mario Maaser steigt gerade mittels einer großen Leiter hinauf in luftige Höhen, genauer gesagt bis zum Dach des Zelts. Hier hängt er zwei große Neonröhren-Lampen auf, die er und einige Männer mittels Stahlseilen nach oben ziehen. Andere schlagen mit großen Hämmern Zeltstangen in den Boden oder positionieren schon einmal draußen vor dem Zelt einen Ausschankwagen. Dann geht es an die Aufbauarbeiten für die Bühne.

Der Anfang

Das traditionell am ersten Juni-Wochenende abgehaltene Fischbacher Sommernachtsfest gibt es seit 1969. Die ersten Jahre fand es im Schlossgarten in Fischbach statt, 1977 zog es in den Freizeitpark um. Ausrichter war bis 1997 der Obst- und Gartenbauverein Fischbach. 1998 wurde das Fest vom SV Fischbach übernommen, da es die Gartler arbeitsmäßig nicht mehr stemmen konnten.

Heuer wird es zum 17. Mal vom SV Fischbach ausgetragen. Nur einmal pausierte man im Jahr 2000 wegen des 125-jährigen Jubiläums der örtlichen Feuerwehr.

Über 800 Stunden

Für das bis über die Landkreisgrenzen hinaus bekannte Kultfest ist alljährlich viel Vorarbeit zu leisten. "Wie viel Arbeit dahinter steckt, können sich Außenstehende gar nicht vorstellen", sind sich die Helfer einig.
Unter der Woche stehen noch viele weitere Arbeiten an - beispielsweise der Aufbau der Biertischgarnituren, die Vorbereitung des Ausschanks, die Anlieferung der Waren seitens der Lieferanten, das Verlegen weiterer Strom- und Wasseranschlüsse, das Anbringen der Beleuchtung, die Dekoration und vieles mehr.

Nach vorsichtigen Schätzungen fallen allein für den Auf- sowie Abbau allein 800 Arbeitsstunden an. Beim dreitägigen Fest selbst sind nochmals insgesamt rund 120 Personen, verteilt auf mehrere Trupps, über viele Stunden im Einsatz. Ein richtiger Kraftakt sind auch das Saubermachen und der Abbau des Zeltes am Montag.
Das Sommernachtsfest ist für Fischbach so etwas wie Ausnahmezustand. "Einige der Helfer nehmen sogar Jahr für Jahr eigens Urlaub, um mithelfen zu können", ist Jürgen Volk vom SV Fischbach voller Wertschätzung für die tüchtigen Helfer seitens des Sportvereins. Für Volk sind es die gute Stimmung, das besondere Flair aber auch der Zusammenhalt und die Kameradschaft, die das Fest ausmachen.

Natürlich gehört zu einem gelungenen Fest auch die passende Musik. Für ausgelassene Stimmung sorgt am Freitag die Partyband "Mondstürmer", am Samstagabend ist "Allgäu Power" angesagt. Am Sonntag werden ab 16 Uhr die allseits beliebten Kronacher Musikanten aufspielen und auch den Lampion-Umzug um 20.30 Uhr begleiten.

Lampionumzug ist das Highlight

Der Sonntag beginnt um 9.30 Uhr mit einem Zeltgottesdienst, der traditionsgemäß vom Posaunenchor Fischbach musikalisch gestaltet wird. Es folgt ein Frühschoppen, bevor es ab 14 Uhr zum Festbetrieb mit großem Familiennachmittag und buntem Unterhaltungsprogramm für die Kinder übergeht.
Dabei gibt es Kuchen und Torten, gebacken von den Gymnastik-Damen.

Ein besonderer Höhepunkt des Sommernachtsfests ist der Lampion- und Fackelumzug am Sonntagabend. Absolut einzigartig ist auch das stimmungsvolle Ambiente. "Der nachts stimmungsvoll beleuchtete Freizeitpark ist schon wunderschön anzuschauen, einfach romantisch", meint Jürgen Volk voller Vorfreude.

Programm

Freitag, 5. Juni ab 18 Uhr: Festbetrieb, ab 20.30 Uhr: "Mondstürmer"

Samstag, 6. Juni ab 18 Uhr: Festbetrieb, ab 20.30 Uhr: "Allgäu Power"

Sonntag, 7. Juni 9.30 Uhr: Zeltgottesdienst, ab 10 Uhr: Frühschoppen, ab 14 Uhr: Festbetrieb und Familiennachmittag, ab 16 Uhr: Kronacher Musikanten, 20.30 Uhr: Lampion-Umzug, anschließend gemütlicher Ausklang hs