Eigentlich sollte auf der Stöhrstraße in Kronach der Verkehr gut fließen - vorausgesetzt natürlich die drei Ampel sind so geschaltet, dass die Verkehrsteilnehmer eine grüne Welle vorfinden.

Bis vor kurzem schien dies auch noch funktioniert zu haben, doch jetzt hat sich unser Leser Thomas Eidenschink aus Steinberg zu Wort gemeldet. Er ist täglich auf dieser Strecke unterwegs und hat festgestellt, dass von einer grünen Welle derzeit nicht die Rede sein kann.

"Wenn verkehrsbedingt an der Ampel Stöhrstraße/Kreuzbergstraße Autos anhalten müssen und anschließend losfahren dürfen, kommen an der nächsten Ampel maximal drei Fahrzeuge durch. Wenn dann noch ein Lkw dazwischen ist, kann man sich denken, wo man steht", ärgert sich Eidenschink. Und dass derzeit häufiger als sonst Lkw auf dieser Strecke unterwegs sind, liegt nicht zuletzt an der Umleitung wegen der Bauarbeiten an der Kronacher Südbrücke. Der aus dem Landkreis Norden kommende Verkehr, der in Kronach in Richtung Hof weiterfließen soll, wird bereits am Kreisverkehr in Gundelsdorf über Friesen und Kronach umgeleitet. Dementsprechend sind dadurch die Verkehrsströme auf der Stöhrstraße in Kronach deutlich größer als sonst. Dies hat auch Thomas Eidenschink festgestellt: "Im Feierabendverkehr staut sich der Verkehr teilweise bis zum TÜV zurück."
Und genau darin liegt möglicherweise das Problem, wie Jürgen Woll, Leiter der Servicestelle Kronach des Staatlichen Bauamtes, erklärt. Zwar könne sich eine solche Steuerung auch schon einmal von alleine verstellen, aber auch eine Veränderung der Verkehrsströme könne dazu führen, dass eine grüne Welle nicht mehr funktioniert. "Eine solche Ampelschaltung ist für einen gewissen durchschnittlichen Verkehr ausgelegt", erklärt Woll. Wenn dann mehr Verkehrsteilnehmer als sonst unterwegs seien, könne dies die grüne Welle mehr oder weniger außer Kraft setzen. Da die Verkehrsströme zu diversen Zeiten unterschiedlich groß seien, sei es jedoch schwierig, eine Lösung zu finden. "Das kann am Vormittag noch funktionieren. Nachmittags kann es dann schon wieder ganz anders aussehen."

Woll verspricht jedoch, dass sich das Staatliche Bauamt der Sache annehmen und die Situation vor Ort überprüfen wird: "Wir wollen ja auch, dass es passt."