Warten auf den Erlöser - Verkündigung an Maria - Geburt Jesu - Verkündigung an die Hirten - Anbetung Lob Gottes - all diese Stationen sind mit Gesangs- und Instrumentalstücken auf höchstem Niveau gekennzeichnet. Schon beim grandiosen Vorspiel "Nun komm, der Heiden Heiland" mit Wendelin Treutlein an der Orgel zeichnet sich die herrliche Akustik in der Steinwiesener Kirche ab.
Es ist ein Hörerlebnis, das durch die Stimmen der Männerschola beim Rorate Coeli noch deutlicher wird. "Tauet ihr Himmel, von oben, die Wolken regnen den Gerechten" - hier zeigte sich Walter Klose auch als Solist.

Werke von Johann Sebastian Bach, Georg Friedrich Händel und Franz Kanefzky, um nur einige zu nennen, begleiten die Zuhörer durch die Zeiten vor der Geburt Christi. Auch die Solostimme von Katharina Deuerling bei "Maria durch ein Dornwald ging" fuhr bei vielen Zuhörern unter die Haut. Beim Zusammenspiel von Flöte (brillant Franziska Schubert) und Orgel von der Empore herab meint man, das Flehen der Menschen an Gott förmlich zu spüren.

"Ich Heiland reiß den Himmel auf" rief der Chor und beim "Wachet auf" wurden die Sänger und Sängerinnen begleitet vom Streichquartett. (Ulrike Speich 1. Violine, Vanessa Götz 2. Violine, Elisabeth Esser Viola, Patrick Esser Violoncello)
Es waren einmal andere Töne im Gotteshaus, als die vier Streicher hingebungsvoll ihren Instrumenten die herrlichsten und jubilierendsten Töne entlockten. Vor allem bei der "Geburt Christi" mit der "Weihnachtsnachtigall" von Carl Hirsch brillierten neben der Flöte und der Orgel auch die Solostimmen von Michaela Mattes, Gabi Bienlein, Claudia Völk und Katharina Deuerling.

Weithin zu hören war der "Festliche Marsch", mit dem Stefan Reuther an der Trompete und Karina Klaumünzner am Akkordeon von der Empore herab das Kommen des Herr auf dieser Welt verkündeten.
Bei der Verkündigung an die Hirten mit "Kommet ihr Hirten" und dem "Gloria" der Engel bewiesen die Sänger und Sängerinnen der Chorgemeinschaft Steinwiesen/Nurn einmal mehr ihr musikalisches Können. Zusammen mit den Streichern war die Freude über die Ankunft des Christkindes förmlich mit jeder Faser des Körpers zu spüren. Und ging in die Anbetung und das Lob Gottes über. Mit Chor, Flöte und Streichern erklangen "Wie schön leuchtet der Morgenstern" und "Wohl mir, dass ich Jesum habe" von Johann Sebastian Bach.

Man sah danach zufriedene Gesichter, alle hatten in dieser Stunde ein wenig Abstand vor all dem vorweihnachtlichen Trubel genossen. Eigentlich soll die Adventszeit ja eine ruhige, besinnliche Zeit sein, aber die Hektik holt die Menschen doch immer wieder ein. Deshalb ist es schön, in der Adventszeit solche "Oasen" der Ruhe zu finden, wie dieses Adventskonzert. Endlich einmal konnte man sich auf das Wesentliche konzentrieren, sich besinnen, worauf es in dieser Zeit wirklich ankommt.


Die Mitwirkenden


Franziska Schubert (Flöte)
Ulrike Speich (Violine)
Vanessa Götz (Violine)
Elisabeth Esser (Viola)
Patrick Esser (Violoncello)
Stefan Reuther (Trompete)
Karina Klaumünzner (Akkordeon)
Wendelin Treutlein (Orgel)
Chorgemeinschaft Steinwiesen/Nurn.
Leitung Walter Klose.