Nach einen Jahr in Berlin und drei Jahren in Kronach kam Doris Werner an den Kindergarten in Nordhalben. "Ich arbeitete am Anfang meiner Tätigkeit noch ein halbes Jahr mit der allseits bekannten Schwester Sigrada zusammen", sagte Doris Werner. "Als mir wenig später die Leitung angeboten wurde, musste ich noch Zusatzprüfungen an der Fachakademie für Sozialpädagogik in Regensburg absolvieren", erinnert sich Doris Werner an den Beginn ihrer Tätigkeit im Jahr 1973. Danach wurde der Nordhalbener Kindergarten erstmals offiziell anerkannt.

Sparsamkeit war zu dieser Zeit oberstes Gebot. Man hatte kaum Spielsachen - und auch die Einrichtung war veraltet. Mit Unterstützung der Eltern, aber auch der Nordhalbener Vereine, konnte nach und nach die Ausrüstung ergänzt werden und eine pädagogische wertvolle Umgebung geschaffen werden.

"Wir hatten in den ersten Jahren keine Putzfrau, so dass mit Hilfe meiner Mutter und der Kinderpflegerin Andrea Simon auch diese Arbeit über einen Zeitraum eines Jahrzehnts mit erledigt wurde", sagte die scheidende Leiterin. "Die Arbeit im Kindergarten war mir immer sehr wichtig und nahm auch einen großen Teil meines Privatlebens ein".

Die Schwerpunkte ihrer Arbeit sah die 62-Jährige in der Vermittlung von christlichen Werten, in der musikalischen Früherziehung und der individuellen Förderung jedes einzelnen Kindes. Als Höhepunkt ihrer Tätigkeit bezeichnete Doris Werner den Neubau des Kindergartens im Jahr 1990. Durch diese weit reichende Entscheidung konnte das Angebot erweitert und verbessert werden. Mit dem Ausscheiden aus dem aktiven Dienst verlässt Doris Werner auch ihre Heimatgemeinde. Sie hat sich bereits eine Wohnung am Bodensee in der nähe ihrer Tochter eingerichtet und möchte dort ihren Lebensabend verbringen.