Die heimische Bevölkerung kann sich freuen. Denn mit dem Ausbau der Kreisstraße KC 18 zwischen Hirschfeld und Windheim wurde ein langgehegter Wunsch wahr. Am Montag erfolgte die offizielle Verkehrsfreigabe.

"Mir fehlen die Worte, so glücklich bin ich", freute sich Bürgermeister Thomas Löffler. Obwohl der Straßenausbau "nur" auf einer Länge von 800 Metern erfolgte, war es eine große Baumaßnahme für den Landkreis. Auf einer Eingriffsfläche von drei Hektar mussten 900 Bäume und 1500 Wurzelstöcke gerodet werden. 3750 Tonnen Erdbewegung für den Oberboden und 70 000 Tonnen für Einschnittsbereiche in Felszonen mussten getätigt werden. Davon wurden 30 000 Tonnen durch Lockerungssprengungen gelöst.

Weiterhin wurden 1800 Meter Straßenentwässerungsleitungen verlegt, 13 000 Tonnen Frostschutzmaterial für ungebundene Tragschichten hergestellt, 2500 Tonnen Asphalttragschicht- und 800 Tonnen Asphaltdeckschichtmaterial eingebaut. Auf der Höhe Friedhof zur Einmündung "Nikolausstraße" wurde eine barrierefreie Querungshilfe angebracht.

Im Zuge des Ausbaus wurde auch ein Geh- und Radweg durch die Gemeinde mit angelegt, zudem wurde der Gehweg vom Ortsausgang Hirschfeld bis zum Friedhof erweitert. Und letztendlich wurde die Asphaltschicht am Parkplatz vor dem Friedhof erneuert.

Thomas Löffler sprach von einem guten Miteinander aller Beteiligten, wie Landkreis, Gemeinde, Forst, Planungsbüro, Regierung und der bauausführenden Firma vor und während der Bauphase. "Diese Straße verbindet Menschen", so Landrat Klaus Löffler. Er wies darauf hin, dass bereits im Jahre 2013 der Kreistag mit dem damaligen Landrat Oswald Marr den Ausbau der KC 18 zwischen den beiden Steinbacher Ortsteilen beschloss. Er betonte, dass ein Vollausbau aufgrund des schlechten Unterbaus und der fehlenden Entwässerung notwendig war. Die Planung erfolgte im Jahre 2014 durch das Ingenieurbüro IVS. Im August 2017 fand schließlich der Spatenstich statt.


Wichtig für die Wirtschaft

Insgesamt wurden 2 880 000 Euro in diese Maßnahme investiert, erklärte der Landkreischef. Davon gab es 2 500 000 Euro an Förderungen. Sein Dank galt in diesem Zusammenhang dem Regierungsvizepräsidenten Thomas Engel. Dieser sprach ebenso wie der Landrat davon, dass durch den Ausbau die Verkehrssicherheit erhöht werde. Obwohl, so Engel, die Straße nicht übermäßig frequentiert werde, sei es doch eine wichtige Verkehrsader für die ansässigen Betriebe und Querverbindung zwischen der B 85 und dem Rennsteig.

Landrat Klaus Löffler ergänzte, dass die heimische Wirtschaft in den letzten Jahren kräftig investiert habe. Daher seien der Staat, der Landkreis und die Kommunen in der Pflicht, für ordentliche Verkehrsinfrastruktur zu sorgen. Sein Dank galt dem Planungsbüro IVS und der Baufirma Rädlinger, die innerhalb von elf Monaten diese Baumaßnahme durchführten. Danke sagte er den Grundstückseigentümern, die für den Gehweg Flächen zur Verfügung stellten.

Der Geschäftsführer Markus Albrecht sprach von einem großen Interesse seitens der Bevölkerung während der Baumaßnahmen. Albrecht: "Die Bürger kamen und beobachteten den Fortschritt des Straßenausbaus. Auch wurden Fragen gestellt, die gerne beantwortet wurden." Albrecht wies darauf hin, dass im Herbst an den Hängen und an den Straßenrändern Bepflanzungen vorgenommen werden sollen, um so das Erscheinungsbild zu optimieren.