Auf 750 Seiten findet der Leser allerhand Informationen zu dieser Thematik. Wer glaubt, dass bei diesem Umfang jede Menge Bilder verarbeitet wurden, der irrt. In dem ganzen Buch ist kein Bild zu finden.

1989 wurde er von einem ortsansässigen Turnverein gebeten, eine Chronik zu dessen 100-jährigem Bestehen zu verfassen. Anfänglich noch als Bürde betrachtet, entwickelte sich aus der Arbeit für den Verein ein Hobby, das bis jetzt anhält. Mittlerweile sind in den 24 Jahren sechs Bücher erschienen und mehrere kleine Heftchen. Thematisch beschäftigen sich die Werke des Hobbyhistorikers mit der Geschichte Mitwitz.

Neben dem gewachsenem Interesse an der Geschichte von Mitwitz gibt Bürger als Rektor a. D. auch Führungen für Interessierte. Er kann, durch seine eigenen Forschungen und die Sammlungen anderer, viel über den Markt Mitwitz erzählen. So hat er nicht nur Schlossführungen in seinem Repertoire, sondern kann den Besuchern auch etwas über die Kirchen und die Grenzgeschichte zur ehemaligen DDR erzählen.


Infos aus den Archiven

Seine Informationen bekommt er dabei aus den Archiven des Marktes Mitwitz oder aus Briefen vergangener Tage. So hat er ein natürliches Interesse an Briefen und Karten, die als Zeitzeugen jener Tage dienen.

Vor Kurzem hat Friedrich Bürger dem Bürgermeister ein Unikat "Spurensuche in Mitwitz" übergeben. Das Werk befasst sich mit dem Ersten Weltkrieg. Zu diesem sagt Bürger: "Der Erste Weltkrieg kommt zu kurz." Zu sehen sind Bilder und Aufnahmen aus dieser Zeit. Manch ein Mitwitzer wird dort seinen Vorfahren mit Namen und vielleicht auch mit Bild wiederfinden. Einzusehen ist dieses Werk im Gemeindearchiv.

Bürger entwirft seine Bücher in Eigenregie und finanziert diese auch selbst.Der Arbeitsaufwand rechnet sich finanziell nicht, sondern dieser Aufwand wird als Hobby betrachtet. Dies ist auch der Grund für die Auflage des jüngsten Werks, da er ansonsten auf den reinen Materialkosten sitzen bleiben würde. Sobald die Materialkosten gedeckt sind und er selber nicht draufzahlen muss, lohnt sich die Arbeit, laut Bürger. red