Eine Sport- Großveranstaltung ist der Rennsteig- Staffellauf. Dieser tangiert auch den Landkreis Kronach. Obwohl dieses Ereignis, immerhin Deutschlands größter Staffellauf auf dem berühmtesten Weitwanderweg Europas, bisher kaum im Landkreis Kronach wahrgenommen wird, sind doch viele ehrenamtliche Helfer aus der Rennsteigregion, vor allem aus Tettau, in die Vorbereitung, Organisation und Durchführung eingebunden. Die Großveranstaltung findet am Samstag, 20. Juni, zum 17. Mal statt.

Immerhin werden über 2350 Läufer (es werden 142 Männer-, 14 Frauen- und 79- Mixed-Staffeln) aus ganz Deutschland, unter anderem auch Spitzensportler, die Wechselstation an der Schildwiese bei Kleintettau, der insgesamt 168,8 Kilometer langen Strecke von Blankenstein nach Hörschel passieren.

Dies ist der Funktionsbereich von Falk Wick aus Tettau, Tettaus Zweitem Bürgermeister. Nach der Wiedervereinigung Deutschlands erweiterte er sein vielfältiges Engagement auch in der Zusammenarbeit mit Thüringer Sportvereinen und Verbänden. Der heute 71-Jährige wurde 1992 ins Präsidium des über 1000 Mitglieder zählenden "Gutsmuths-Rennsteiglaufverein" gewählt und gehört dem Gremium bis heute an.

Der Verein ist neben anderer Sportgroßveranstaltung auch Ausrichter des Rennsteig-Staffellaufes der am 20. Juni zum 17. Mal stattfindet. "Ein guter Verein der auch sehr viel für Menschen mit Behinderung übrig hat", sagt Wick und schon allein deshalb lohnt es sich für ihn, mitzumachen. Der große Rennsteiglauf, der ebenfalls vom Verein organisiert wird, erhielt im vergangenen Jahr das Prädikat "Bester Crosslauf Europas".

150 Schilder

Schon jetzt ist Falk Wick mit den Vorbereitungen beschäftigt. Unter anderem bringt er etwa 150 Orientierungsschilder an markanten Stellen im Wald und an der Strecke entlang an, damit die Läufer die richtige Spur beibehalten.

"Es ist ein Wahnsinn, was für ein Interesse bei den Teilnehmern besteht", sagt er. Die Ausschreibung wurde am 6. Januar punkt 0 Uhr zur Anmeldung freigegeben. Schon drei Minuten später waren 230 Staffeln a zehn Läufer gemeldet. Innerhalb fünf Minuten war die Homepage 800 Mal angeklickt.

Die Teilnahmezahl wurde auf 235 Staffeln limitiert, 2030 Staffeln befinden sich auf der Warteliste. Die Teilnehmer wissen, dass sie auf einem historisch bedeutenden und landschaftlich reizvollen Wanderweg ihren Lauf austragen.
Und auch an der Strecke wird ihnen an den Kontroll- beziehungsweise Wechselpunkten einiges geboten. Im Rennsteigebereich auf fränkischer Seite zwischen Schönwappenweg (Höhe Windräder Lauenhain) bis zur Kalten Küche (bei Spechtsbrunn und Tettau) werden die Feuerwehren aus Kehlbach, Windheim, Lauenhain, Tettau und Steinbach am Wald für Sicherheit sorgen. Natürlich ist auch die Polizeiinspektion Ludwigsstadt involviert.

Die Wechselstelle an der Schildwise wird durch ein ehrenamtliches Team um Falk Wick von Helfern des Kinderspielplatzvereins Alexanderhütte betreut. Sie stehen ab 6 Uhr an ihrer Kontrollstelle, um von den Teilnehmern mittels Chip die Zeit festzuhalten. Von 7.30 Uhr bis etwa 9.30 Uhr oder 10 Uhr ist mit Stabwechseln an der Schildwiese zurechnen.

Einbahnstraßenregelung

Ein kleineres Team der Tettauer ist an einer Versorgungsstelle am Ferienheim am Brandt bei Spechtsbrunn eingesetzt. Die Veranstalter weisen darauf hin, dass am Veranstaltungstag entlang des Rennsteigs mit einem erhöhten Verkehrsaufkommen zu rechnen ist. Zudem kommt es im Laufe des Tages zu zeitlich begrenzten Verkehrseinschränkungen im Streckengebiet.

Der Wechselpunkt "Schildwiese" bei Kleintettau ist nur über die Frankenwaldhochstraße (B 85) anzufahren. In diesem Bereich wird eine Einbahnstraßenregelung eingerichtet. Das heißt, anreisende Teilnehmer aus Richtung Neuhaus/Rennweg werden an der Kalten Küche in Richtung Tettau-Steinbach am Wald umgeleitet, um den Wechselpunkt aus beschriebener Richtung anfahren zu können. Die Weiterfahrt von der Schildwiese in Richtung Kalte Küche ist möglich.

Falk Wick ist seit Kindheit an im TSV 1860 Tettau bis 2014 ehrenamtlich in mehreren Funktionen engagiert. Er war 40 Jahre Abteilungsleiter Wintersport und stets im Vorstand tätig. Als CSU-Kommunalpolitiker ist er seit 1972 ununterbrochen im Marktgemeinderat Tettau (seit 2014 als Zweiter Bürgermeister). Von 1989 bis 2014 war er auch CSU-Ortsvorsitzender. Seit 1983 ist er Vorsitzender des von ihm zur gleichen Zeit mit aus der Taufe gehobenen Kinderspielplatzvereins Alexanderhütte.

Ihm macht es Spaß in der Region etwas zu bewegen, wenn dafür auch sehr viel Idealismus nötig ist.