Die Mauern der Festung Rosenberg "bebten" am Samstag zum mittlerweile neunten Mal. Rund 2000 Besucher zog das vom Jugend- und Kulturtreff "Struwwelpeter" veranstaltete Festival nach Kronach. Sogar in Bussen aus Coburg oder Hof kamen die Rockfans nach Kronach. Über den ganzen Tag hinweg, von 13 Uhr bis 24 Uhr, rockten neun Bands auf der Bühne zwischen den historischen Gemäuern im äußeren Wallgraben der Festungsanlage.

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"Große Bühne, hammer Sound und positives Feedback" - mit diesem Worten und voller Begeisterung beschreibt Felix Bethold, Sänger der Kronacher Band "The Bitch Joined In", seinen Auftritt. Für die fünfköpfige Newcomer-Band, die sich vor eineinhalb Jahren gegründet hat, war der Auftritt bei "Die Festung rockt" der bisher größte. Von der Stilrichtung her ist die Band vom Crossover geprägt und ordnet sich "irgendwo zwischen Parkway Drive und Limp Bizkit" ein. "Wir hoffen, dass es ein Schritt nach vorne ist", so der Sänger.

Organisation durch Jugendliche

Über 80 ehrenamtliche Jugendliche des "Struwwlpeter" übernahmen die Planung und Gestaltung des Open-Air Festivals. Und es ist gelungen, denn die Karten waren bereits im Vorverkauf alle weg. "Zum Glück konnte ich heute morgen durch Zufall noch ein Ticket ergattern", sagt der Festivalbesucher Mitya Dobbelaere. Auch die Sonneberger Dominik Schott und Felix Rebhan hat es am Samstag zum zweiten Mal nach Kronach gezogen, insbesondere wegen der Ska-Punk-Band "Sondaschule".

Die Headliner waren in diesem Jahr die australische Hardcore-Band "Deez Nuts" sowie die Ska-Punk-Band "Sondaschule". Außerdem gab es Irish-Folk-Punk von den kanadischen "The Real McKenzies", Post-Hardcore von "Marathonmann", Oi-Reggae/Ska von "The Offenders" und Skacore von "The Prosecution" zu hören. Mit dabei waren auch drei regionale Bands, die sich im Februar beim Bandcontest gegen acht andere durchgesetzt hatten: "Cycoside" aus Kulmbach sowie "Pyra" und "The Bitch Joined In" aus Kronach.