Der Dienstag war ein freudiger Tag für den Trägerverein, den Rennsteigverein Frankenwald, mit seinem Vorsitzenden Wolfgang Feuerpfeil. Dieser konnte von Rudolf Landmann vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Münchberg einen Förderbescheid aus Leadermitteln für die FOS in Höhe von knapp 150.000 Euro entgegennehmen.

Das Geld soll vor allem für den investiven Bereich verwendet werden. Ein Schwerpunkt ist dabei der neu gestaltete Physik- und Chemieraum in der FOS. Hierfür wurden rund 300.000 Euro aufgewendet, um den von der bayerischen Staatsregierung geforderten Voraussetzungen für den Unterricht in den Fächern Physik und Chemie nachzukommen. Finanziert werden mit diesem Geld zudem Whiteboards und Laptops.

Unübliche Vorgehensweise

Rudolf Landmann wies darauf hin, dass es unüblich sei, aus Leadermitteln Bildungseinrichtungen zu unterstützen. Die FOS am Rennsteig sei aber anders gelagert, denn es handele sich hierbei um "die Schaffung von Infrastrukturen in einem ländlichen Raum". Bei diesem Projekt gehe es darum, den jungen Leuten aus der Region die Voraussetzungen beziehungsweise die Qualifikation für die benötigten Arbeitsplätze in der Region zu vermitteln.

Wolfgang Feuerpfeil bezeichnete diese finanzielle Unterstützung für die FOS als einen wichtigen Baustein. Er sprach davon, dass für die Fachoberschule in den ersten drei Jahren 954 000 Euro aufgebracht werden müssten, erst danach könne man mit einer staatlichen Unterstützung rechnen.

Bezüglich dieser Schule sprach er des Weiteren von einem Kraftakt, den es auch künftig zu bewältigen gelte. Sein Dank galt in diesem Zusammenhang den beiden Unternehmern Carl-August Heinz und Nikolaus Wiegand, die mit 400 000 Euro den Grundstock für diese Bildungseinrichtung gelegt haben. Weiterhin galt sein Dank Landrat Oswald Marr (SPD) und dem Landkreis, der 300.000 für die FOS zur Verfügung stellt.

Schule für den ganzen Landkreis

Der Projektleiter, der Ludwigsstädter Bürgermeister Timo Ehrhardt (SPD), wies darauf hin, dass die FOS nicht nur eine Bildungseinrichtung der Rennsteig-Region, sondern eine des gesamten Landkreises sei. Marr bezeichnete die FOS als eine wichtige Infrastrukturmaßnahme, die von großer Wichtigkeit für die Region sei. Er freute sich auch über die vielen "kleineren Spender", welche das Projekt unterstützen.

Schulleiter Frank Kücholl sprach von seinen positiven Erfahrungen im zu Ende gehenden ersten Schuljahr und von den angebotenen Praktikumsplätzen durch die Partnerunternehmen der FOS. Wolfgang Feuerpfeil wies abschließend darauf hin, dass für das kommende zweite Schuljahr 28 Jugendliche Interesse an der FOS gezeigt hätten, 24 davon seien angemeldet. Besonders freute er sich, dass ein Schüler aus Bad Staffelstein im kommenden Schuljahr die FOS am Rennsteig besuchen wird.