Horst Moser und Ute Becker vom Staatlichen Bauamt stellten zur Instandsetzung der Talbrücke bei Lauenstein (Ewige Brücke) klar, dass in diesem Jahr zwar die Straßenbrücke in Angriff genommen wird, die Sanierung der Bahnbrücke aber frühestens 2015 starten kann. Ab Mai werden heuer rund 1,3 Millionen Euro in die Straßenbrücke investiert. Der Straßenbelag und die Brüstung werden erneuert, die Brücke wird von oben und unten abgedichtet. Während der Bauphase wird die Brücke nur halbseitig gesperrt, der Verkehr wird über eine Ampelschaltung abgewickelt.

Das Bauwerk über die Bahnlinie kann noch nicht in Angriff genommen werden, da mit der Bahn noch keine Einigung wegen des Sanierungsumfangs erzielt wurde, wie Ute Becker berichtete. Die Maßnahme wird nochmals bei der Regierung von Oberfranken behandelt. Wahrscheinlich werde diese Sache bei der obersten Baubehörde, beim Bundesministerium für Verkehr, landen, mutmaßte Becker. Klar sei, dass man während der Sanierung der Bahnbrücke Sperrungen für den Zugverkehr benötigen werde, die langfristig vorangemeldet werden müssten.

"Das wird keine einfache Maßnahme", prophezeite Horst Moser. Er erklärte auf Nachfrage von Hermann Feuerpfeil (FW), dass die bereits bebaute Behelfsumleitung auf jeden Fall benötigt werde, weil die Sanierung der Bahnbrücke nur im Zuge einer Vollsperrung möglich sei.

Weitere Entscheidungen aus der Stadtratssitzung:
Dass das Sterben teuer ist, wurde bei der Änderung der Satzung über die Gebühren im Friedhofs- und Bestattungswesen deutlich. Demnach müssen die Angehörigen von Verstorbenen jetzt beim Aushub eines Reihen- oder Wahlgrabes 280 Euro (vorher 201 Euro), eines Urnengrabes 90 Euro (vorher 76) und für die Bestattungsbegleitung 60 Euro (vorher kostenfrei) aufbringen. Auch bei der Leichenhaus-Nutzung gibt es eine Neuregelung; so fallen für den ersten Tag 75 Euro Gebühr an, für jeden weiteren Tag 50 Euro (bis maximal 175 Euro).

Bürgermeister Timo Ehrhardt wies in der Stadtratssitzung darauf hin, dass die letzte Gebührenanpassung im Jahr 2002 erfolgt sei. Vom Bestattungsunternehmen Krässe sei auf Grund von gestiegenen Betriebskosten die Anpassung der Vergütungen beantragt worden.

Kirchweihmarkt

Bei drei Gegenstimmen schloss sich das Gremium dem Kirchweihvorstand und dem Kirchenvorstand in der Diskussion um den Kirchweihmarkt an. Wie Ehrhardt erläuterte, will die Kirchweihgesellschaft ihre Kirchweih, die am Sonntag vor oder an Michaeli stattfindet, nicht mehr auf dem Schützenplatz, sondern in der Hermann-Söllner-Halle veranstalten. In diesem Jahr ist die Halle zu diesem Zeitpunkt aber durch Proben der Shakespeare-Festspiele belegt. Deshalb hat der Vorstand der Kirchweihgesellschaft einen Antrag auf Verlegung der diesjährigen Kirchweih auf das Wochenende zuvor (22. September) gestellt. Der Kirchenvorstand hat sich mehrheitlich dafür entschieden, dem Antrag zuzustimmen.

Gerhard Rentsch (CSU) wandte ein, dass man Weihnachten auch nicht einfach verlegen könne. Timo Ehrhardt stellte klar, dass die Stadt nicht die Kirchweih verlegen wolle, sondern eine Entscheidung treffen müsse, ob sie ihren Kirchweihmarkt auch um eine Woche vorverlegt. Letztendlich sprach sich das Gremium bei drei Gegenstimmen dafür aus, den Kirchweihmarkt dann abzuhalten, wenn die Kirchweihgesellschaft ihre Kirchweih feiert.
Clemens Büttner kritisierte, dass am Rennsteig die Loipen fehlten. Dass passe mit den Bestrebungen, den Rennsteig als Wintersportregion zu präsentieren, nicht zusammen.