Der Teufel liegt - wie so oft - im Detail. Nicht der Jungbrunnen hilft beim Ringen um ein langes Leben, nicht der tägliche Vitamincocktail - und auch nicht der morgendliche Dauerlauf. Über Wohl und Wehe im Zusammenhang mit dem Alter entscheiden Prozesse ganz tief im Inneren unseres Körpers. Genauer: in unseren Zellen.

Mitochondrien tun dort ihren Dienst, kleine Kraftwerke sozusagen. Das Problem dabei: Diese Kraftwerke sorgen zwar für richtig Power, allerdings auch für fiese Abgase. Ordentlich reaktiver Sauerstoff wird da rausgepustet. Und der lässt uns nicht nur alt aussehen, der macht alt. Ganz können wir auf die körperinternen Emissionen allerdings nicht verzichten, da sonst das Wachstum und die Sexualität gehemmt werden, sagen Forscher. Und das wäre natürlich auch irgendwie schade.

Pilze könnten indes der Schlüssel sein. Der allseits bekannte Vertreter Podospora anserina bildet mitunter Mutationen aus, die manche Stämme nahezu unsterblich machen. Oha! Uns schwebt bereits eine Art Kombucha-Gebräu vor, indem das mutierte Pilzchen schwimmt und uns beim Genuss in ganz neue Zeiten vordringen lässt. So wie einst der gute alte Methusalem, der im Alter von 187 Jahren noch Lamech zeugte und danach weitere 782 Jahre lebte. Mit 66 Jahren finge das Leben dann tatsächlich erst an.