Filme können in fremde Welten entführen, Wissen vermitteln, zu Tränen rühren oder einfach nur Spaß machen.Wenn sie gut gemacht sind, schaffen sie alles zusammen. Was uns im deutschen Fernsehen vorgesetzt wird, ist meist ein Eintopf aus Familienproblemen, Mord und Totschlag oder Geschichtsaufarbeitung. Gewürzt mit den immer gleichen Schauspielern, die Film und Sender austauschbar machen.

Gutes kommt aus den USA (wie die spannende Serie "Homeland", deren zweite Staffel gerade angelaufen ist) oder aus Großbritannien. Dort finanziert sich der öffentlich-rechtliche Sender BBC ausschließlich aus Gebühren und bringt so erstaunliches zustande wie die Serie "Doctor Who" (die heuer 50 wird) oder den modernen "Sherlock" (dessen dritte Staffel abgedreht ist). Britische Senderverantwortliche sind mutiger als ihre Kollegen hierzulande, die vor allem auf die Quote schielen. Sie hätten es nie gewagt, "Sherlock" überhaupt zu produzieren.

Die BBC bestellte nach dem Blick auf den später nie gesendeten Pilotfilm gleich drei Folgen zu je 90 Minuten und bewies damit, dass Fernsehzuschauer mehr mögen als Eintopf. Die erste Staffel war nicht nur in Großbritannien sehr erfolgreich, sie begeistert die Menschen weltweit - Fortsetzung garantiert.