Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben. Dieses geflügelte Wort ist für den Smartphone-Pionier Blackberry bittere Wahrheit. Zu lange hat sich der Konzern auf seinen Lorbeeren ausgeruht und darauf vertraut, dass Geschäftsleute das Gerät mit den kleinen Tasten nicht nur weiterhin für unverzichtbar halten würden. Der Blackberry galt als Statussymbol und Kultobjekt, auf das Nicht-Besitzer neidisch schielten - bis das erste iPhone zum Objekt der Begierde wurde. Anstatt aber zu begreifen, dass Apple eine ernstzunehmende Konkurrenz sein könnte, meinte man bei Blackberry zu wissen, was Kunden wollen. Echte Tastaturen. Und einen Blackberry. Doch die Kunden fanden und finden iPhones schicker oder haben mittlerweile ein Gerät mit Googles Android dabei.


Rettung ist nicht in Sicht

Sollte die kanadische Finanzfirma Blackberry kaufen, löst das deren Probleme nicht. Da mögen die Geräte noch so gut sein und noch so schön glänzen. Was fehlt, ist ein großer Konzern wie beispielsweise Google, der nicht nur den Zugang zu einer großen Auswahl an Apps bietet, sondern auch dafür sorgt, dass regelmäßig Software-Updates angeboten werden. Eine Integration in die Android-Welt würde die Blackberry-Geräte retten und der Android-Welt gute Hardware und profundes Wissen über sichere Kommunikation bescheren. Doch nach einer Rettung sieht es momentan nicht aus.